Hidrológiai tájékoztató, 1969 június

Frau GAÁL, A. Radioaktivitat der Oberfliichenwásser in Ungarn Unter den neuen Faktorén der Verunreinigung von Gewíissern durch die Technik unseres Zeitalters kommt den radioaktívon Substanzen eine bedeutende Rolle zu, deren von den herkömmlichen Verunreinigungen ab­weicliendes Ver haltén hinsichtlich Reinhaltung der Ober­Mchengewasser und prophylaktisehen Gesundheitsschutz nioht vernachlássigt werden darf. Die Spaltungsprodukte nelimen in den Oberfi£ichenge­wassern an verscbiedenen komplizierten Prozessen teil, als deren Ergebnis die Strahlungsaktivitat des Wassers zwar abnimmt, dabei aber die verscbiedenen Nukliden im Schlamm und Biotop sieh anreichern können. Gemáss komplexen Untersuchungen der als Indikátor benützten Sehlamme und Sestone hat nach Stillegung der nuklearen Explosionen die Aktivitát unserer Oberfláchengewasser abgenommen und nieht alléin das Wasser, aber auch Schlamm und Seston zeigen keine andauernde oder bemerkbare Strahlung. Laut orientierenden Untersuchungen bei Oberfláchen­wasserwerken hat dic derzeit angewandte Aufbereitimg eUva 70% der Aktivitat des Rohwassers zurückgehalten. Zwecks eingehender Studien übe Desaktivierungs­prozesse wahrend der Wasseraufbereitung habén wir bei den Oberfláchenwasserwerken entsprechende Unter­suchungen eingeleitet. Dr. KISS, K.: Komplexitát des landwirtschaftlichen Wasserbaus Der Kongress „Niveau des landwirtschaftlichen Wasser­baus und komplexe Untersuchung der einwirkenden Faktorén" hat verschiedene Fachgebiete im Zusammen­hang mit der Kennzeichnung und den Aufgaben der Wasserwirtschaft in einer gemeinsamen Anschauungs­weise zusammengefast. Die wichtigsten Ergebnisse des Kongresses können wie folgt zusammengefasst werden: 1. Für die Entwicklung von Zeigern zur Charakteri­sierung der Wasserwirtschaft und zur Verfolgung der Anderungen wurde ein Vorschlag ausgearbeitet. Hierbei wird der Faktor der territorialen Wassornutzung, der Fak­tor der relativen Wasserbewirtschaftung eingeführt und durch die Bildung der ökonomischen (Wirtschaftlich­keits- nnd Rentabilitats-) Zeiger und eines pedologischen Zeigers erganzt. 2. Sowohl die Deutung des inhalts dieser Zeiger als auch die Untersuchung der einzelnen und gemeinsamen Wirkung der verschiedenen wasserwirtschaftlichen Ein­griffe ist für die Ergründung von stichhaltigen Schlüssen und geeigneter Entscheidungen iiberaus wichtig. Deshalb müssen diese Untersuchungen komplex ausgeführt werden, sowolil hinsichtlich der einzelnen beeinHussenden Faktorén als auch hinsichtlich der verschiedenen Fach­gebiete. 3. Tn der Zukufift muss grösserer Wert auf die zweck­dienliche Bestimmung der Aufwendungen gelegt werden und die mit dem geringstem Opfer möglichen Eingriffe bevorzugt werden. Besonders ist der Vorrang des agro­technischen Niveaus über der Wasserwirtschaft hervor­zuheben, da auf dieser Weise die einzelnen Wirtschaften von vielen überfliissigen Lasten befreit werden können. 4. Die technischen Aufgaben der Wasserwirtschaft müs­sen mit dem Produktionsniveau der Landwirtschaft in Einklang gebracht werden, wobei die Massnahmen nicht auf ilie derzeitige, sondern auf die in der Zukunft zu erwartende Lage auszulegen sind und gleichzeitig sowohl die passiven als auch die akti ven wasserwirtschaftlichen Eingriffe und deren Ausmass als sich gegenseitig ergtin­zende Aufgaben vorgesehen werden müssen. 6. In dieser Weise kann erroieht werden, auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft in Anpassung an das ver­anderliche und in Entwicklung befindliche Niveau der Landwirtschaft vorzugehen und die wasserwirtschaft­lichen Tátigkeiten mit den Bedürfnissen der Produktion in Einklang zu bringen. Dr. KOCSIS, A.: Betriebsfragen der Infolge seiner günstigen hydrogeologiseher Lage verfiigt Ungarn über zahlreiche gute Thermalwassertráger in nicht allzu grosser Tiefe. Diese Naturgegebenheit kommt auch im Charakter von Anlage und Betrieb der öffentlichen Bader in LTngarn zum Ausdruck. In Ungarn wurden und werden nach Möglichkeit öffentliche Báder zumeist an Stellen angelegt, wo die Möglichkeit der Erschliessung von den natürlichen Thermalwássern vorliegt. Die natürlichen Theimalwasser bieten zahlreiche giinstige Eigensc.hafteii, doch sind HÍC in betrieblieher Hinsicht ansprucli8\'oll fiir die Leitung in ungarischen Bader wármeeisolierten Rohreii, anderereeits sind ihre cliemischen Eigenschaften inanchrnal dem leichten Betrieb hinderlieh, da sie viel Gas und gelöste Salze enthalten, wodurch sie stellenweise ablagerungsanfállig bzw. korrosi\- sind. Bei Saisonbüdern mit offenen Becken orschweren ledig­lich die Fragen den wái niegedammten Leitung und Abla­gerung den Betrieb. Bei Hallenbádern jedoch müssen in­folge starker Verdunstung der Tliermalwásser und der Korrosionswii'kung der aufsteigenden Dámpfe ernsthafte Lösungen zur Entdunstung und Korrosionssehutz vor­gesehen werden. III

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