Hidrológiai Közlöny 1963 (43. évfolyam)
4. szám - Aufsätze des Wissenschaftlichen Komitees für die Fertő-See (Neusiedlersee) Forschung
•353 Hidrológiai Közlöny 1963. 4. sz. Aufsátze des Wissenschaftlichen Komitees für die Fertő-See (Neusiedlersee) Forschung (Zusammenfassungen der in Nummer von Dez. 1962. des Hydrologischen Bulletins [Hidrológiai Tájékoztató] publizierten Aufsátze) Das l'rogramm (les Wissenschaftlichen Koinitees für die Fertő-See (Neusiedlersee) Forschung J. Pichler lm Intéresse der Aufschliessung des über besondere Natui-gégebenheiten verfiigenden Neusiedlersees, als Landschaftseinlieit habén die Geologen, Biologen und VVasserbauingenieure im Rahmen der Ungarischen Hydrologischen Gesellschaft im Jahre 1959 ein wissenschaftlisches Komitee für die Fertő-See Forschung gebildet. Zwecks Vorbereitung einer Perspektiventwicklung wurde ein wissenschaftlicher Forsehungsplan vom Komitee ausgearbeitet. Die im Plan angeführten Arbeiten werden folgenderinassen gruppiert : 1. Die zusammen mit den österreichischen Fachleuten vollzogene Ausarbeitung des gemeinsamen Plans eines vom Gesichtspunkt des Neusiedlerscegebietes einheitlichen (einbezogen auch das Wassereinzugsgebiet) hvdrometeorologischen Beobachtungsnetzes. 2. Die Ausarbeitung von Vorschl&gen zur Stabilisierung des Seewasserspiegels. 3. Die Aufschliessung der unterirdischen Heil- und Mineralwasserschichten unter Berücksichtigung der österreichischen Forschungsergebnisse. 4. Hydrobiologische Forschung zum Erkennen der eigenartigen Lebewelt der Neusidlersee-Landschaft, der wertvollen Pflanzen- und Tierarten, die Erforschung der animalischen Sehadlinge der Schilfproduktion und der Fischzucht. Anfertigung eines Planvorsclilags zur Errichtung einer mit Laboratórium versehenen biologischen S tation. 5. Einschaltung der Forschungsergebnisse des Unternehmens für Schilfproduktion und des Versuchsinstituts für Pflanzenveredlung und Pflanzenbau in den Perspektiventwicklungsplan. 6. Verfassung von Vorschlágen zur therapischen Entwicklung des Kurbades Balf. Die chemische Analyse des Seewassers und Schlammes, sowie die der Quellen der Seeumgebung, dann auf deren Grund Durchführung von Untersuchungen in betreff ihrer Verwendbarkeit für Heilzwecke. 7. Zwecks Ordnung der Neusiedlerseegebietes ist die Lage der in die Regulierung einzubeziehenden inneren und ausseren Gürtelgrenzen, sowie die Lage der Erholungsorte, der Wassersportanlagen, der Bepflanzungen und Parkierungen auf Grund der Ratschláge der zustandigen Fachinstitute festzustellen. Die Ausarbeitung eines Vorschlags für den Landesverband für Naturschutz zwecks Bestimmung der Natursehutzgebiete und über den Vogel-, Fisch-, Baum- und Pflanzenschutz. 8. Die Vorbereitung eines Perspektiventwicklungsplanes in Einklang mit dem Regulierungsplan der Stadt Sopron unter Rüeksichtnahme der Perspektiventwicklung des Verkehrsnetzes und des Fremdenverkehrs. 9. Die Herausgabe einer Natúr- und Wirtschaftsgeographie. In dieser Landschaftsmonographie sollten neben den ungarischen Aufsatzen auch die Studien österreichischer Fachleute enthalten sein. .. 10. Sammlung des Materials der Flóra und der Fauna, sowie der limnologischen Untersuchung, zuerst in stándiger Ausstellung und spáter in Museum. . Das bekanntgegebene Programra ist nicht selbst bezweckt, sondem strebt nach Verwertung der Ergebnisse mit praktischem Ziel. Der Ausgangspunkt seiner Verwirklichung ist die begeisterte Arbeit der einzelnen Eaphleute, die vom Wissenschaftlichen Komitees der Fertő-See Forschung zusammengefasst und unterstützt wird. Die gegenwartige Publikation ist die erste Studienserie, die hauptsachlich die jahrzehntelangen Ert'ahrungen der Fachleute von Sopron enthált. Das Komitee rechnet darauf, dass die Zusammenarbeit der Győr-Soproner und Budapester, sowie der ungarischen und österreischischen Fachleute die Entwicklung der Neusiedlerseelandsehaft am bestmöglichen ausbilden wird. Die Hydrogeologie vou Soprou M. Vendel Die Wassersversorgung der Stadt Sopron hatte infolge der bestehenden ungünstigen bydrogeologischen Verháltnisse immer Schwierigkeiten. Verfasser untersuehte die Wasserversorgungsinöglicbkeiten vom hydrogeologischen Gesichtspunkte. Nach kurzem Skizzieren des geologisehen Aufbaues der Umgebung bespricht er die Ergebnisse der mit den Fragen der Wasserversorgung der Stadt bisber unternommenen bydrogeologischen Forschungen und erörtert dabei den wasser spendenden Wert der einzelnen Formationen und Gebietsteile. Dann befasst er sich ausführlicher mit den hydrologischen Verháltnissen des in letzterer Zeit in der Soproner Wasserversorgung besonders wieht.ig gewordenen Kőhidaer Teilbeckens, davon auch geologische Profilé vorführend und das unmittelbare ungefahre wassersainmelnde Gebiet vorlegend. In Tabellen zusammengestellt sind die bisher bekanntgewordenen Daten der Quellen des Soproner Gebietes, ferner die vom Gesichtspunkt der Wassererzeugung aus wichtige Daten und Werte der verschiedenen Bolirungen zu finden. Verfasser spricht auch von den Wassergewinnungsmöglichkeiten beziiglich der kiinftigen Entwicklung, stellt sodann die Wasserbilanz der bis zum Jahre 1960 durch Bohrungen, Brunnen und Galerien, sowie aus ausgiebigeren Quellen bekanntgewordenen Wassermengen auf (mit Ausnalime der noch wenig bekannten Quellen am Ufer des Neusiedlersees). Deranach betragt die taglich gewinnbare Wassermenge der Umgebung Csalánkert-Kistómalom 3000 m 3/Tag und ebensoviel jene des Gebietes nördlich von Kőhida. Ausser diesen ist, vom Wettor abhángig, die Wasserlieferung des Hauptwasserwerkes neben der Stadt, im Ikva-Tal, für 1800—6000 m 3/Tag anzunehmen, das Tal des Ligetbaches zusammen mit der bei dem Hauptwerk geplanten Galerienerweiterung diirfte man für 500—2000 m 3/Tag, die Quellen des Tales des Rák-Baches aber auf 60—200 m 3/Tag schatzen. Demnach kann man ungefáhr mit einer Wassermenge von 8360—14 200 m 3/Tag rechnen. Der Verfasser gibt dann in kurzera Uinriss die wichtigsten chemischen Eigenschaften der verschiedenen Wásser bekannt. Die Mineralwasservorkommen der Gegend kurz beriihrend, gedenkt der Verfasser zuletzt der im Neusiedlerseebecken auf österreichischem Gebiet bekanntgewordenen und teilweise schon aufgeschlossenen ausgedehnten Mineralwasserlagerstátte mit grossen Mengen von muriatisch-salinischen Waasern, deren Fortsetzung auch auf ungarischera Gebiet zu erwarten ist. (Dies hat in jüngster Vergangenheit eine Bohrung übrigens bereits erwiesen.) Die geologiscke Entwicklung des Neusiedlersees Dr. L. Korács Der Fertő- (Neusiedler) See und das ihm gegen Osten anschliessende Hanság- (Waasen) Gebiet iiegen in der Depression des südlichen Teiles der Kleinen Tiefebene. An der Westseite des Fertő-Sees zieht sich ein aus kristallinen Schiefern bestehender Zug hin, der durch jungtertiáre Sedimente bedeckt wird. Lángst