Hidrológiai Közlöny 1954 (34. évfolyam)
7-8. szám - Kivonatok
Schréter Z.: A Bükk földtani viszonyai Hidrológiai Közlöny. 34. évf. 1954. 9—10. sz. 367 /la.TbueHüiee KOMnjiCKCnoe — rHflpojionmecKoe, reojionnecKoe, MereopojiormecKoe, 60Tam«ecK0e H TJI. — HCCJIEAOBAHNE BOAOCÖOPHOH nnoiuajui AACT co BPEIWEHEM OTBCT no MHOruM HHTepeCHHM fleTaJlHM. Einteilung und Bezciclmung der (juellcii Dr. F. Papp Folgende Einteilung der Quellen auf geologisclier Grundlage nimmt u. a. aueh die Gedankengánge von K. Than, Sz. Papp, Keilhack und L. Blasquez in Betracht. Die wichtigsten Kennwerte und Angaben der Quellen können in seehs Gruppén gegliedert zusammengefasst und bezeichnet werden (siehe Tabellen I—IV. des ungarischen Textes). Das Glied der ersten Zahlengruppe ergibt die vordere Gesteinsart, aus der die Quelle entspringt. Aus eruptiven Gesteinen quellen die Nummern 11—20 hervor. Es bezeichnet z. B. Nr. 15 die sonstigen intrusiven, Nr. 20 die sonstigen effusiven eruptive Gesteine. Die Kennziffern der metamorphen Gesteine gehen von 11— 30. So bedeutet z. B. Nr. 22 Glimmerschiefer, Nr. 23. Tonschiefer, Nr. 24. Chloritschiefer, Nr. 27. Marmor, Nr. 29 Quarzitschiefer, Nr. 30 sonstige Kristallschiefer. Die Sedimente werden von 31—b9 bezeichnet. z. B. Nr. 31 Riolittuff, Nr. '32 Trachittuff, Nr. 33 Andesittuff, Nr. 34 Basalttuf, Nr. 41—50 lockere Sedimente, wie Nr. 42 Kies, Nr. 43 Gröbsand, Nr. 44 Feinsand, Nr. 46 Ton, Nr. 48 Sandstein. Die Kennziffern für aus dichten Lösungen ausgeschiedene' chemische Sedimente gehen von 51—59, z. B. Nr. 51 grober, poröser Kalkstein, Nr. 52 dichter Kalkstein, Nr. 53 Dolomit, Nr. 56 Mergel. Kennwerte der Sedimente von organischer Herkunft liegen zwischen 61—69. Das zweite Glied der ersten Zahlengruppe bezeichnet den Charakter des Wasseraufbruches. Die Schicht quellen liegen zwischen 11—27 und zwar 11—17 die bedeckten, 21—27 dio offenen Scliichtquellen. Z. B. Nr. 11 bedeutet eine an der Grenze je einer wasserführenden und einer wasserundurchlássigen Schicht hervorbrechende bedeckte Scliiehtquelle, Nr. 14 eine Überlaufquelle, Nr. 15 Überlaufquelle, Nr 16 eine Quelle, die infolge einer Verjüngung der wasserfiihrenden Schicht hervortritt, Nr. 17 eine Stauquelle. Ist die wasserführende Schicht mit keiner wassersperronden Schicht bedeckt, so ist die erste Ziffer 2, die zweite entspricht der Art der Schichtquelle, z. B. Nr. 22 offene Scliuttquelle. Die Bezeichnungen der bedeckten Spalt-/ quellen gehen von 31—37, die der offenen Spaltquellen von 41—47. Bei den Spaltquellen werden dieselben Abarten unterschieden, wie bei den Scliichtquellen. Z. B. Nr. 33 an einer Verwerfung hervorbrechende bedeckte Spaltquelle, Nr. 43 an einer Verwerfung hervortretender offener Spaltquell. Bei den Karstquellen werden 4 Arten in Betracht genommen : Nr. 51 bedeckte, Nr. 61 offene Karstquelle aus stehendem Wasser, Nr. 52 bedeckter Nr. 62 offener Karstquell mit absteigendem Wasser, Nr. 53 bedeckte, Nr. 63 offene Karstquelle an einer Verwerfung, sowie Nr. 54 bedeckte, Nr. 64 offene Überlaufquelle. Die erste Ziffer der zweiten Zahlengruppe bezeichnet den Ort des Quellaufbruches. Nr. 1 Becken, Nr. 2 Tal, Nr. 3 Hang, Nr. 4 Kuppe oder Bergrücken. Die zweite Zahl ergibt die Richtung des Vorbruches : Nord = 1, Nordost = 2, Ost = 3, Siidost = 4, Süd = = 5, Südwest = 6, West = 7, Nordwest — 8. Die dritte Ziffer gibt die Anzahl der in einem Umkreis von 1 km Halbmesser befindlichen Quellen und zwar 1—2 Quellen = 1, 3—4 Quellen 2, 5—6 Quellen = 3,7—8 Quellen = 4, 9—10 Quellen 5, 11—12 Quellen = 6, 13—15 Quellen = 7, 16—20 Quellen = 8, mehr als 20 Quellen = 9. Die dritte Zahlengruppe bezieht sich auf die Ergiebigkeit. An der ersten Stelle bedeutet 1 = standig, 2 u = periodisch, 3 = nur zeitweise wasserführende Q lelle. Die zweite Zahl ist der geschátzte Wert der mihimalen Dauerergiebigkeit. Die dritte Zahl ist der Zuverlássigkeitsindex nach Kessler d. h. der Quotient der grössten und kleinsten Ergiébigkeit und zwar: Nr. 6 = = ausgezeichnet, d. li. der Zuverlássigkeitsindex liegt zwischen 1—3, Nr. 5 = sehr gut (Z = 3—5), Nr 4 = = gut (Z = 5,1—10,0). Nr. 3 = mássig (Z = 10,1— 20), Nr. 2 == schlecht (Z = 20,1—100), Nr. 1 = sehr schlecht (z > 100). Zahlengruppe vier charakterisiert die wichtigsten physikalischen Eigenschaften der Quelle. Die erste zweistellige Zahl ergibt die Temperatur in C° (wenn einstellig, ist die erste Ziffer 0). Die zweite Zahl bedeutet den Wert der Temperaturschwankung (ebenfalls zweistellig und in C°). Die dritte Zahl lásst iiber die Radioaktivitát bezeichnende ,,Mache"-sche Einheiten Schlüsse ziehen, und zwar bedeutet 1 eine Mache-sche Zahl unter 1, Nr. 2 : M = 1—3, Nr. 3 : M = 3—10 (mittelstarke Radioaktivitát), Nr. 4 : M = 10—30 (stark radioaktív), Nr. 5 : M > 30) sehr stark radioaktív). Die fünfte Zahlengruppe ist für die chemischen Eigenschaften des Wassers bezeichnend. Und zwar die erste Zahl auf die Hárte, mit Rücksicht auf den Mangel (1—5) oder auf das Vorhandensein (6—10) von Gasen. Hit bei gelten bis 5 deutsche Hártegrade Nr. 1, bezw. bei Gasgehalt für 10—20° Harte Nr. 3, bezw. 8, für 20—30° Harte Nr. 4, bezw. 9, iiber 30° Hárte Nr, 5, bezw. bei Gasgehalt Nr. 10. Die zweite Zahl ergibt die náhere chemische Charakteristik : Nr. 1 = Kohlensáüre, Nr. 2 = = alkalisch, Nr. 3 = kall érdig, Nr. 4 — Chloride, Nr. 5 = bittersalzig, Nr. 6 = eisenhaltig, Nr. 7 = schwefelig, Nr. 8 == Jod-Bromgehalt, Nr. 3 = radiumháltig. Die sechste Gruppé erörtert die geographische Lage der Quelle, undzwar die erste Zahl die geographische Lángé die zweite die geographische Breite (beide in Graden und Minuten), die dritte die Höhe viber Meeresspiegel (vierstellig). Die Bezeicímung der Quellengruppe Nr. I des Gellért Thermalbades zu Budapest lautet dementsprechend Z. B. : 53,64- 2.0.9- — 1.1.0 3-5 — 46,01. X4 —3-3—1,47° 30'.3,19° 06'-0101. Wirtschaftliche Bemessung von grossen Kaniilen J. Juhász und P. Karkus Bei Wasserbauten, an deren Anlagekosten ein Umelitungskanal von grossen Abmessungen erheblichen Anteil hat, ist die den Verháltnissen angemessen wirtschaftlichste Gestaltung desselben von grosser Bedetuung. Die Abmessungen —- vor allém die Tiefe — der grossen Kanalquerscl nitte können zumeistnur zwischen engen Grenzen angenommen werden. Sie ergeben sich aus der Wassei führung, den Betric bt verháltnissen, Schiffahrtskanálen, vom Tiefgang der Schiffe, aus der Leistungsfáhigkeit der verfügbaren Baggerg ráte usw. Die Wirtschaftlichkeit der Lösung ist daher hauptsáchlich von der Linienführung abhángig. Zuerst wird die Leistungfáhigkeit, bezw. die spezifische Eintráglichkeit des Umleitungskanals für verschiedene angenommene Gefálle bestimmt (Abb. 3). Zugleich werden auch die Baukosten für den laufenden Meter Kanallánge in Abhángigkeit von dem Höhenunterschied zwischen Wasserspigel und Gelándeoberfláche ermittelt (Abb. 4 und 5). Als náchsten Schritt bestimmt man die speizifischen Kosten des Umleitungskanals für verschiedene Werte der spezifischen Eintráglichkeit in Funktion der bei verschiedenen Gefállen erzeugbaren Energie, wobei als Paraméter der Höhenunterscliied zwischen Wasserspiegel und Gelande, bezw. die Durchflussgescliwindigkeit einzustellen sind (Abb. 6) Aus den Kostenlinien in Abhángigkeit vom Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Gelande (Abb. 4 und 5), sowie aus der Kurve (Abb.6) kann unter Annahme von verschiedenen Durchflussgeschwindigkeiten der Zusammenhang zwischen den spezifischen Kosten undderWassergescl windigkeitim ParameterdesHöhenunterschiedes zwischen dem Wasserspiegel und dem Gelande erstellt werden (Abb. 7). Die Bestwerte der Kurven ergeben für verschiedene Werte des Höhenunterschiedes zwischen Wasserspiegel und Gelande die wirtschaftliche Durchflussgeschwindigkeit und damit den entsprechenden Kanalquerschnitt (Abb. 8).