Hidrológiai Közlöny 1954 (34. évfolyam)
7-8. szám - Kivonatok
368 Hidrológiai Közlöny. T34. évf. 1954. 7—8. sz. Kivonatok Der wirtschaftlichste Langschnitt wird nun dadurch bestimmt, dass von dem gegebenen Wasserspiegel ausgehend, Strecke für Strecke die dem Höhenuntersehied zwischen Wasserspigel und Gelánde entsprechend wirtschaftlichsten Kanalquersci.nitte gewáhlt werden. Beobachtungen am gcplanten Musternicdcrschlaggebiet. im Mccsek-Gebirge B. Almássy und F. Méray Noch zur Zeit der hydrologischen Enquete zu Pécs (20—21. September 1952) ist der Gedanke hervorgetreten, dass an einen geeigneten Ort des jlíecsefc-Gebirges ein Mustornioderschlagsgebiet eii zurichten wáre. Die nachstehend erörterten Beobachtungen wurden an einem Teil des ausgewáhlten Gebietes angestellt. Das Musterniederschlagsgebiet liegt in einer charakteristischen Karstgegend. Mit Hilfe von geeigneten Messgeraten sollen hier die Gesetzte der Karstwasserströmung erforscht werden. Die eingehenden Untersuchungenerfordern r. a. auch genaue geodátische Vermessungen. Ein Teil derselben, námlich die Aufnahme der Wasserláufe in den Tálern Mélyvölgy und Melegmány, sowie das Nivellement der hervorbrechenden Quellen ist bereits geschehen. Dieses Gebiet liegt im westlichen Teil des Mecsek, -, Gebirges und wird von den scharfen Berggraten der von Norden nach Süden gerichteten Táler begrenzt. Es hat eine Fláche von 1332 Hektár. Die höchste Erhebung des Gebietes, der Tubesch ist 612 über Meeresspiegel, die tiefste Senke liegt in 186,61 m Höhe. Das Gebiet ist grösstenteils mit Wald bedeckt. Die Abfussbeiwerte der Oberflache können mit Hilfe weiterer stándigen Beobachtungen bestimmt werden, wobei aber in Betracht genommen werden muss, dass neben dem Niederschlagsgebiet ander Oberflache auch ein anderartiges unterirdisches Sammelgebiet vorhanden ist. Das geologische Bild des Gebietes ist haupsáchlich durch die Anisus—Kalksteine von grosser Ausdehnung aus dem Trias charakterisiert, deren weit ausgebreitetes Massiv das Hauptsammelbecken der Karstwásser bildet. Das Liegende — blát riger Campil Kalkstein und Seis S hiefer — ist von einer geringeren Wasserdurchlássigkeit und hált daher das Wasser zurück. Der Karstprozess ist ziemlich vorgeschritten, was durch eine Reihe von Dolinen und Karstlöchern bez ugt wird. Dem Kalkstein entspvingen mehrere Quellen von verschiedener Ergiebigkeit. Ihre Höhenlage wurde s wohlim Tale der Melegmány, als auch im Mélyvölgy bestimmt. Dabei ergab sich zwischen beide Táler ein bedeutender Unterschied, deren Grund in den verschiedenartigen geologischen Verháltnissen zu suchen ist. Insgésamt sind 11 Quellen, bezw. Quellgrupperi zu unterscheiden, die zumeist an Bruchlinien, an tektonisch höher beanspruchten Stellen hervorbrechen. Eine zweite Gruppé der Quellen wird durch ein das Gebiet durchziehendes, aber an der Oberflache nur teilweise nachweisbares fremdes* Gesteinglied : den RhaeterSandstein, bezw. den Wengener Schiefer ans Tageslicht gezwungen. Auch ein dritter Quelltyp ist zu erwáhnen, wobei das in die Kalktuffbánke eingesickerte Wasser an tiefer liegenden Stellen wieder hervortritt. Die tieferen, eit ausgebreitet en Talsohlen sind im grössten Teil des Jahres wásserig, was auch der Wirkung des Karstwassers zuzuschreiben ist. Unmittelbare meteorologische Beobachtungen stehen von diesem Gebiet zur Zeit nicht zur Verfügung, die náchste Behbachtungsstation befindet sich am Mischina - Gipfel. Nach der Einrichtung des Musterniederschlaggebietes werden auch unmittelbare Beobachtungen stattfinden. Die weitere komplexe hydrologische, hiologische, meteorologische, botanische unsw. Erforschung des Gebietes wird wahrschcinlich über manche interessante Teilfragen Aufschluss geben. Einfluss der seitlichen Versickerung auf die Bestimmung der Berieselungsnormen L. Szabó Die Berieselungsnorm der Wachstumzeit wird — je nach Bedarf — in mehreren Raten dem Boden zugeführt. Die Zeitdauer, sowie der spezifische Wert des Wasserstrahles der Norm für die einzelnen Teilberieselungen. werden durch Versicl-erungsversuche im Gelande bestimmt . Für diesen Zweck hat man sich bisher des metallenen Rahmen nach Szelényi zu 50 x 50 cm (Abb.2), sowie des Gerátes von Müntz—Lainé (Abb. 3) mit einer Grundfláche von 1 dm 2 bedient. Die Messergebnisse derVersuche an—gegenüber denzu berieseln'den Feldern — so kleinen GrundfJáchen werden durch die seiiliche Versickerung verfálecht. Zwerks Bestimmung des bisher unbekanntén Masses der Verzeriung, wurden an Grundfláchen verschiedener Giösse (siehe Tabelle 1) zum Vergleich V< rsuchsreihen angestellt. Um Vereuchsergebnisse von gleichem Gewieht zu erhalten, wurden vor ihrer Veraibeitung die im Raum und in der Zeit veránderlichen Werte der Verdunstung, der Bodenfeuchtigkeit, und bei den beiden giösseren Grundfláchen der wegen der Kapillaritát eihöhten Versickerung ausgeglk hen, bezw. in Atzug gebracht. Die berichtigten Werte sind in (Abb. 15) aufgetragen. Die Kurven der (Abb. 15) ergeben in logarithmiecher Darstellung (Abb. 16) Parabeln von der allgemeinen Gleichung : w = a.tn . Diese Gleichung wurde für unsere Bodenverháltnisse an Versickerungsfláehen verschiedener Grösse eigens bestinrmt und abgebildet ("Abb. 18). Diese Zusammenhünge sind mit deiri Naehteil behaftet, dass sie zahlenmássige Werte nur für die untersuchten Fláchengrössen ergeben. Werden aber ( ie zu den vollen Stunden gehörenden Parabelpunkte der^ífc. 18) einem biologarithimischen System aufgetragen (Abb. 19), erhált man ein annáhernd paralleles Strahlenbündel. Somit karrn in Funktion der Grundfláchengrösse für die versickerte Wassermenge der Ausdruck b w (mm) erstellt werden, worin b (min/m 2) ein von der Bodenart, den Bodeneigenschaften,dei Pflanzendecke und der Zeit abhiingender Beiwert ist, • F (m 2) die Ausdehnung der Versickerungsgrundflache, m einen von der Bodenart abhángenden Konstanten bedeutet (die Richtungetangente des Gereden mittlerer Neigung bei der logaritlmischen Abbildung). In unserem Fali ergibt sich fi r den Wert b bis zu einer Zeitdauer von 3 Stunden (í •= 3 h ), diepraktisch nur selten überschritten wird, 2 í 3 ft = 35 + t— j Aus den oben Angeführtén kann bewiesen werden, dass die auf der Flac hent ii heit versickerte Wassersáule bei derselben Waeserl öhe, aber bei Grundfláchen von verschiedener Ausdehnung — infolge der seitlichen Versickerung — umgekehrt proportionell zur Grundfláche ist, sowie dass die Erhöhung der Bodenfeuchtigkeit und die Tiefe der Durchnássung im geraden Verháltnis zur Ausdehnung der Vereickerungsflache steht. Folglich ist nicht zu erwaíten, dass aus den an kleinen Oberfláchen gemessenen Versickerungswerten unmittelbar auch für grössere Flaclien richtige Folgeiungen gezogen werden können. Genaue re Werte kann man entweder aus grösseren (mindentens 4 m X 4m) Versickerungsfláchen, cder mit Hilfe der vorher ermittelten Bewierte b und w, oder aber au h eladunh erzielen, dass die Möglichkeit einer seitlichen Versickeíung auf irgend einem Wege ausgeschlossen wird. „HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY" Felelős szerkesztő : Kovács György. Felelős kiadó : Solt Sándor. Kiadóhivatal: Nehézipari Könyv- és Folyóiratkiadó Vállalat Budapest, V., Nagy Sándor-utca 6. Távbeszélő : 310-175 26026/LD02 - Révai-nyomda, Budapest. V., Vadász-utca 16. — Készült 700 példányban. — Felelős vezető : Nyáry Dezső.