Hidrológiai Közlöny 1953 (33. évfolyam)

5-6. szám - Kivonatok

Kivonatok Hidrológiai Közlöny. 33. évf. 1953. 5—6. sz. 239 dingten minimalen Entnahmemöglichkeit, ist es be­gründet diejenige Art der Speicherung in den Balaton­See zugrunde zu nehmen, welche die minimale Wasser­spiegelschwankung ermöglicht. Dies ist deshalb be­gründet, weil die möglichst allerkleinste Wasserspiegel­schwankung des Balaton wegen der Kurorten, Ansie­delungen, Uferbefestigung, Terrainregelungsniveau, sowie Hafenbau viel wichtiger ist als die Schiffbarkeit des Sió-Flusses. Die minimale Wasserspiegelschwan­kung is erreichbar, wenn an der Wasserentnahme­Stelle zu Siófok nach Möglichkeit die aus den Beob­achtungen der 15-jáhrigen Periode 1929—43 abgelei­teten und in folgender Tabelle zusammengestellten mo­natlichen Stauziele eingehalten werden. Monat I. H. III. IV. V. VI. VII. VIII. IX. X. XI. XII. Ziel der Speicherung (Die Balatoner Wasser­saule in cm) 27 35 39 40 40 35 26 18 12 9 9 17 Mit Anwendung dieser Speicherungs-Art und mit Annahme einer Wasserentnahme in der Vegetations­periode von 30 m 3/sec, und ausser der Vegetations­periode von maximum 47 m°/sec, gibt untenstehende Tabelle die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens der für die Schiffahrt minimál notwendigen Wasserent­nahme von 30 ms/sec, wie folgt an: Monat I. II. III. IV. V. VI. VII. VUX IX. X. XI. XII. Die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens, % 20 15 33 47 33 20 13 13 13 13 40 20 Die Wahrseheinlichkeitsdaten zeigen, dass sich eine ungestörte Schiffahrt nur durch die Kanalisierung des Sió-Flusses möglichen liesse. Im Zusammenhange hiemit ist die Frage der Erhöhung der gegenwártigen Wasserverbrauchsfáhigkeit des Sió-Flusses von 50 mi 3/sec auf 100—110 m : !/sec zu bedenken, womit das plötzliche Anschwellen des Balaton-Sees im Frühjahr gehemmt werden kann. Nach Verwirklichung der Mög­lichkeit, dem Balaton-See aus der Mur 30 m ; !/sec Was­ser zuzuführen, würde die Wasserspiegelschwankung des Balaton-Sees blos von Einfluss des Windes ab­hángig sein und könnte somit die Wirkung samtlicher Faktorén, welche den Wasserstand beeinflussen, voll­standig ausgeschaltet werden. Die gegenvvártige Lage und zeitgemasse Entwicklung der Dorf-Wasserversorgung L. Bélteky Bei dem Bau der tiefgebohrenen Brunnen, welche grösstenteils den Trinkwasserbedarf der dörflichen Werktátigen versehen, gelangen die im vorigen Jahr mit qualitativer Arbeit erreichten Wasserfracht-Resul­tate nicht zur Geltung, nachdem die Brunnen mit grosser Wasserfracht für die Bewohner in grosser Ent­fernung von den Gemeindebrunnen, keine besondere Vorteile bedeutet. Zwecks wirtschaftlicher Ausnützung dter mit gutem Wirkungsgrad gebauten tiefgebohrenen Gemeindebrunnen, muss man stufenweise auf die Zu­sicherung der dörflichen Wasserversorgung durch so­genannte Mikro-Wasserwerke übergehen, d. h. anstatt der zerstreuten Brunnen mit kleiner Wasserfracht, soll je ein Brunnen mit grosser Wasserfracht gebaut und neben jedem Brunnen ein entsprechend grosser, unter­irdischer Becken gebaut werden. Das durch den positiven Brunnen durchfliessende, oder aus dem negativen Brunnen mit Hilfe einer Pumpe herausgehobene Wasser würde durch eine Hydrofor-Pumpeneinrichtung in die Srassen-Druck­rohrleitung geleitet werden. Für die Wasserentnahms­orte müssten in einer Entfernung von cca 500 m, Ejektor-Brunnen montiert werden. Diese zeitgemasse Lösung würde die Enteisenung der Trinkwasser, welche aus tiefgebohrenen Brunnen stammen und welche in cca 70 % um 0,5 mgr/Liter mehr Eisen enthalten als es ertraglich ware, erleichtern und würden somit die Einwohner des Dorfes, welche nicht auf ebenem Ge­biet wohnen, leichter aus kleinerer Entfernung zu Trinkwasser gelangen, da bisher infolge geologischer Schwierigkeiten nur in den tiefer liegenden Teilen der Gemeinde, oder sogar ausser der Gemeinde gutes Trink­wasser enthaltende Brunnen errichtet werden konnten. Neuere Daten über die Grundwasser in dem Geblete zwischen der Donau und der Theis A. Rónai Mit der teilweisen Untersuchung der Tiefe des Grundwassers und der Schwankung des Wasserspie­gels, wurde auf dem Flachland Ungarns nach dem Jahre 1920 begonnen. Im Gebiete zwischen der Donau und der Theis wurden bis zum Jahre 1950 Grundwas­ser-Beobachtungsbrunnen gebaut, unter welchen sich aber nur einige Brunnen befinden, deren Beobachtungs­reihen sich auf 15—20 Jahre beziehen und mangellos sind. Im Jahre 1950 hat das Geologische Institut eine grosse Bodenwasserbeobachtungsarbeit in Gangé ge­setzt. Diese Arbeit láuft parallel mit der zeitgemassen geologischen Kartierung des Flachlandes. Jáhrlich wird in einem Teil des Landes die Tiefe eines jeden Grundwasserbrunnens, die Wassersaulenhöhe und die Tiefe des Wasserspiegels unter der Oberflache gemes­sen und kartiert. Das Aufnahmegebiet des Jahres 1950 war das Gebiet zwischen der Donau und der Theis. Das Konskribieren lieferte Daten über 258 Brunnen. Die grosse Zahl dieser Beobachtungsdaten hat ermög­licht, dass wir über das Gebiet zwischen der Donau und der Theis eine zusammenhángende Grundwasser­Landkarte zusammenstellen. Zwecks Kontrollierung und Erganzung der Daten, weiters zwecks Erklárung der erhaltenen Resultate, habén wir die Grundwasser­Daten und den Schichtenprofil der drei geologischen Bohrungs-Serien, welche das Gebiet zwischen der Donau und der Theis durchqiuáren, weiters die Daten der Brunnen der Ungarischen Eisenbahnen, sowie der hydrographischen Brunnen verwendet. Die wáhrend .der ganzen Sommersaison fort­geführten Messungen, und die in den verschie­denen Zeitpunkten gemessenen Grundwasser-Tiefen, habén wir auf vieljáhrigen Durchschnitts-Tiefe um­gerechnet, mit Hilfe von Daten der durch geraume Zeit beobachteten hycírographischen Brunnen. Die um­gerechneten Daten habén wir mit gleichen Tiefen­Linien verbunden und somit die Grundwasser-Land­karte des einheitlichen Gebietes zusammengestellt. Die Daten der Brunnen im Extravillan habén wir auch statistisch bewertet und nach der natürlichen Gliede­rung des Aufnahmegebietes, den Gebieten nach grup­piert. Auf der Ungarischen Tiefebene, wo sich das Grund­wasser in der Nahe der Oberflache und meist nur in dünnen, wasserführenden Schichten befindet, kann man aus der Höhe der in den Brunnen gefundenen Wasser­sáulen auf die Máchtigkeit und Wasserdichte der wasser­gebenden Schichten folgern. Éesonders dort. wo meh­rere Brunnen Wasserknappheit resp. Wasserdichte auf­weisen. Das Gebiet zwischen Donau und Theis ist zur Studierung der verschiedenen Maasse des Grundwas­serspiegels gut geeignet. In der unmitterbaren Nahe der zwei grossen Flüssen ist ihre Grundwasserschwan­kung entsprechend, sogar grosser, als auf den von den Flüssen entfernteren Orten. Die die Ufer ver­folgenden Sandhügel-Reihen verringern die Wasserab­saugungswirkungen der Flüsse, oder vcrhindern die­selben vollstandig, manchmal sogar in der unmittel­baren Nahe der Ufer. Kies und SancT des altén Strombettes können hingegen die Stauwirkung der Oberflachen-Wásser weit, sogar auf die von den an­deren Ufern entfernten Gebiete ableiten. Zwischen den Sandhügeln zwischen den beiden Flüssen steht das Grundwasser in der Nahe der Oberflache und schwankt im- allgemeinen wenig. Dies ist aber keine allgemeine

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