Hidrológiai Közlöny 1953 (33. évfolyam)
5-6. szám - Kivonatok
2^0 Hidrológiai Közlöny. 33. évf. 1953. 5—6. ez. Regei. Die wasserdurchlássigen Schichten habén sich auf dem Gebiete zwischen der Donau und der Theis überall wellenförmig angesiedelt und bewegt sich das Gruna\vasser anders in den Talgründen als auf den Hügeln. Die Wellen der altén Oberflache können von Löss oder Plugsand bedeckt werden. In d'iesen Pállen können wir von der Oberflachen-Erhöhung auf die Morfologie der undurchlássigen Schichten nicht folgern und somit auch die WasserspiegelschwankungsUnterschiede auf Grund der Oberflache nicht erkláren. Die eingehende Studierung der Tiefe und der Schwankung des Wasserspiegels führt uns bis zur Frage des Entstehens des Grundwassers zurück. Der Niederschlag auf der ungarischen Tiefebene ist viel zu wenig, bei den gegebenen Temperatur- und Verdunstungs-Verhaltnissen das Steigen und das Sinken des Grundwassers verursachen zu können. Auf unsere Tiefebene falit der grösste Teil des jáhrlichen Niederschlages von 500—600 m mi mSommer herab, zu welcher Zeit Verdunstung die Hálfte oder sogar den dreiviertel Teil davontrágt. Den übrigen Teil verbrauchen die Pflanzen und gelangt zu dem einige Meter tiefer liegenden Grundwasserspiegel kaum etwas vom Sommer-Niederschiag. Die Beobachtungen im Winter zeigen aber auch, dass sich der Boden nur selten so tief durchnásst, dass zwischen dem Niederschlag und dem Grundwasser eine Berührung zustandekommen kann. Dennoch steigt und sinkt das Grundwasser mehrere Meter auf einem grossen Tteil des Gebietes zwischen der Donau und der Theis und vermehrt sich oft in einigen Wochen in solchem Masse, welches selbst durch das Eindringen der gesamten Niederschlagmenge in den Grundwasser nicht begründet wáre. És ist nicht bloss eine quantitative Disparitat zwischen der Niederschlagmenge und der Grundwasserspiegelschwankung, sondern ist auch die Richtung der Bewegüng oft entgegengesetzt. D. h. nach einem Regenwetter kommt in dem Grundwasserstand eine Verminderung und nach trockenem Wetter eine Erhöhung zustande. Wir besitzen mehrere Beobachtungen, nach welchen das Grundwasser nicht nur eine vertikale Schwankung, sondern auch eine horizontale Bewegung aufweist, d. h. das Wasser strömt von Ort zu Ort. Das Bild der Grundwasser-Erhöhung über den Meeresspiegel, zeigt an mehreren Orten steile Abhange. Die sich in den beobachteten Grundwasserbrunnen sich zeigenden Strömungen und Sinkungen laufen oft voneinander in entgegengesetzter Richtung, was mit den durchlássigen und undurchlássigen Schichten der Erhöhungen ebenfalls im Zusammenhange steht. Weder für den Ursprung, noch für die Grundwasserspiegelschwankung können wir keine befriedigende Erklárung finden, solange mit der Morfologie der sich unter der Oberflache befindlichen wasserdurchlássigen Schichten nicht im klaren sind. Neben der Starke und 1 des Böschungswinkels der durchlássigen Schichten ist das Material derselben (Korngrösse, Hohlraum, Dichtheit. Konstruktion) der Faktor, welchen wir genau kennen müssen, um die Grundwasserbewegungen erkláren und eventuell voranzeigen zu können. Die bisherigen Ergebnisse der hydrologischen Forschung des Balaton-Sees und die fernerhin beabsichtigten Arbeiten K. Fazekas Die Ziele der hydrologischen Forschung des Balaton sind vorláufig 1. die Klárung des Wasserhaushaltes des Sees, 2. die Untersuchung der Auflandung. 1. Die seit geraumer Zeit gesammelten Daten der um den See verstreuten Ombrometerstationen genügen vollkommen zur Berechnung des Niederschlages. Seit 1951 werden samtliche Oberflachenzuflüsss, an der Zahl 47, regelmássig gemessen Kivonatok Über die vermuteten unterirdischen Zuflüsse sind noch keine Daten vorhanden. Zur Festsellung solcher ist ein elektrisches Ferntermometer und ein Widerstandmessgerat konstruiert und erprobt worden. Es ist bisher noch kein Instrument gefunden worden, welches zur verlásslichen Messung der Verdunstung der Seeflache geeignet gewesen wáre. Deshalb wird die Klárung dieser Frage vorláufig auf dem Wege genauer Messungen des Sáttigungsdefizites angestrebt. Versickerung ist nur in Richtung der unter Seespiegelniveau gelegenen Auen möglich. Von der Beobachtung des Grundwasserstandes der Auen und von den Daten der Pumpstationen, mit Inbetrachtnahme der meteorologischen Angaben wird Aufklárung in diessr Richtung erwartet. Die Daten der Wasserabgaben an den einzigen Abfluss: an die Sió werden in Siófok genau notiert. Die künstlichen Wasserentnahmen aus dem See sind derzeit noch belanglos. 2. Schwebstoffmessungen werden an der Zala, dem einzigen Zubringer nennenswerter Schwebstoffmengen. seit 1951 durchgeführt. Das Ergebnis des ersten Beobachtungsjahres ergab 4000 m 3 Schwebstoff. Das ebenfalls gemessene Geschiebe der Zala ist ganz unbedeutend. Auf die Fláche von 25 km? des Keszthelyer Busens verteilt ergibt diese Menge in 6 Jahren eine Auflandung von 1 mm, auf den ganzen See (rd 600 km?) verteilt, sogar nur in mehr als 100 Jahren 1 mm. Im Vergleich mit der schon bei der ersten Balatonforschung, zur Zeit der Jahrhundertwende. annahernd festgestellten jahrlichen Verlandung durch fallenden Staub von cca 0,3 mm, scheint die Auflandung durch Schwebstoffe fast unbedeutend zu sein. Deshalb ist eine genauere und andauemde Messung der auf die Seeflache fal'enden Staubmengen zu organisieren. Zur Klárung der Schlammbewesrungen des überaus seichten Sees (Tiefe durchschnittlich rd. 3 Meter) sind eingehende Beobachtunsren und Messungen der vermuteten Strömungen und der Auflockerung des Grundes durch Welengang beabsichigt. Zu all diesen Arbeiten wiitT der Bau eines eigens diesen Zwecken dienenden, mit allén nötigen Einrichtuneen und Apparaten versehenen Mess- und Wohnschiffes von 14 m Lange und 5 m Breite angestrebt. Mollnsken (les Ursumpfes von Kiskunhalas A. Horváth Die Ursumpfwiese von Kiskunhalas ist einer der Sümpfe, welche in den die Entwiisserung der Sümpfe vorgehenden Zeiten die ungarische Tiefebene in grossein Masse bedeckte. Röhricht, Torfmoor, auf einigen Stellen Sumpfwiesen, d. h. unter dem Torf befindet sich offenes Wasser. Auf diesem Gebiet liabe ich folgende Arten gefunden : Bithynia tentaculata, Limnaea stagnalis, Stagnicola palustris (eine háufigere Form ist die curta und corvus, eine seltenere Form die clessiniana), Radix auricularia, ovata, peregra, Galba truncatula, Physa fontinalis, acuta, Planorbis cornea, Anisus planorbis, carinatus, vortex var. nummulus, vorticulue subsp. charteus, Septemgyratus. leucostoma, spirorbis, Bathyomphalus contortus, Gyraulus albus, cri-ta (neben der Stammform auch die var. nautileus), Segmentina complanata, nitida, Acroloxus lacustrie, Succinea oblonga, pfeifferi, hungariea, elegáns, Abida frumentum, Vertigo pygmaea, Pupilla muscorum, Vallonia enniensis, Chondrula tridens, Zonitoides nitidus, Euconulus trochiformis, Monacha carthusiana, Sphaerium corneum. Pisidium sinereum, personatum. Auf dem mit dem Sumpf nördlich begrenzten Sumpfgebiet leben folgende warmeliebendQ Arten : Chondrula tridens, Abida frumentum, Helicella obvia, hungariea, Cepaca vindobonensis (hauptsachlicli die var. pallescenc). Die ungarische Tiefebene war einstens eine Sumpf- und Sandwíiste und sind die hier vorgefundenen sumpfige und warmeliebende Arten diesen ökologischen Umstánden entsprechend. „HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY" Felelős szerkesztő : Kovács György. Felelős kiadó : Solt Sándor. Kiadóhivatal: Nehézipari Könyv- és Folyóiratkiadó Vállalat Budapest, V., Nagy Sándor-utca 6. Távbeszélő : 111-091 18887/LD02 - Révai-nyomda, Budapest, V., Vadász-utca 16. — Készült 600 példányban. — Felelős vezető : Nyáry Dezső.