Hidrológiai Közlöny 1947 (27. évfolyam)
9-12. szám - ÉRTEKEZÉSEK - LUKÁCS ANDOR: A körösvölgyi öntözések vízrajzi szempontból
144 HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY XXVII. évf. 19/,7. 9—12. szám. 2 Fig. 6. ábra. Die Hahóter Oelwásser, mit Berechnungsbeispiel einer dreifachen Mischung. (>, 7, 12, 27: Analysengeraden von Oelwásser verschiedener Ilahóter Oelbrunnen. — H und —II: Kation- und Aniongewichtspunkte der Hahóter Oelwásser. — P und —P: Kationund Aniongewichtspunkte der SW-Zalaer Unterpannon-Oelwásser. — I" und —l : Kation- und Anionpunkte des oberilachennahen Wassers von Üiudvar. Angaben von Tomor, — K und —K: Kation- und Anionpunkt der naehsten grossen Karstwasserquelle, Bad Hévíz, umgerechnete Angabe nach Weszelszky. — p': Hilfspunkt zur graphischen Berechnung. Die wichtigsten Tiefenwassertypen Ungarns. I—IV: Die artesischen Wasserhorizonte der Nagyaltöld nach Verf., und zwar: I: Miozaner Wassertyp. Pesterzsébet, Tieíe 100—172 m. (Schmidt Évk. XXXIV. S. 243.) — II: Unterpliozaner (pontisch-pannonischer) Wassertyp. Debrecen, Tiefe 900—1000 m. (Oberpannon). (Évk. XXXIV. S. 89.) — III: Mittelpliozaner, unterlevantinischer Wassertyp. Szeged, Tiefe 929—934 m. (Kocsis und Herke, Hidr. Közi. 1937. S. 34.) -IV: Oberpliozaner (oberlevantinischer)— pleistozaner Wassertyp. Szentes, Tiefe 311—314 m. (Hulaváts, Évk. VIII—6. S. 164.) 1. und 2.: Gemischte Heilwasser von Budapest. 1: Bad Császár. (Hidr. Közi. 1933. S. 77. Emset.) 2: Bad Szt. Imre. (Emszt, Hidr. Közi. 1936. S. 44.) 3—6: Karstwasser des transdanubischen Mittelgebirges. 3: Dunaalmás, Lillaquelle. (.Emszt, Hidr. Közi. 1929. S. 104.) — 4: Budapest, Csillagfürdö. (Emszt, Hidr. Közi. 1936. S. 156.) — 5: Tatatóváros, Hauptquelle. (Évk. XXV—3. 1923. Ilorusitzky.) — 6: Bad Hévíz. (Umgerechenete Analyse von Hankó 1908. Balaton Tudom. Tanúim. Eredni. 1—5. Weszelszky.) 1—8: Karstwasser des Bükkgebirges. 7: Görömböly-Tapolca, Sziklaforrás. (Kárpáti, Hidr. Közi. 1941. S. 127.) — 8: Eger, Bad. (Schréter, Évk. 1926.) (Abkürzungen: Évk.: Földtani Intézet Évkönyve. (Jahrbuch der ungar. Geol. Anstalt.) — Évi Jel.: Földtani Intézet Évi Jelentése. (Jahresber. der ungar. Geol. Anstalt.) — Hidr. Közi.: Diese Zeitschrift. — Biol.: Magyar Biológiai Kutatóintézet Munkái. (Arbeiten d. Ung. Biol. Forschungsinstitutes.) Fig. 7. stellt weitere Typen von ungarischen „Tiefenwiissern" dar. Links findet man die erwi&hnten, gut unterscheidbaren vier Typen der artesischen (haupts&chlich tertiáren und pleistozanen) Wasser der Nagyalföld. Sie sind desto NaCl-reicher, je álter, bzw. desto HCO g-reicher, je jünger die wasserführende Schicht ist. Der jüngste Typ enthált ausser Na auch viel Ca und Mg. Die artesischen Wasser entsprechen alsó etwa der Fazies des wasserführenden Muttergesteins. 1- Sie können daher als Dehydrierungswasser der ursprünglichen (meist tonigen) Ablagerung, die jüngsten, oberflachennahen Wasser aber ev. teils auch als Lnfiltrationswasser aus der heutigen Oberfláche erklkrt werden. Da aber die jüngsten, oberflachennahen Ablagerungen meist schon Süsswasserbildungen sind, bedeuten die beiden Annahmen keinen wesentlichen Unterschied. Oben rechts in Fig. 7. háufen sich die typischen normalen Karstwasser des transdanubischen Mittelgebirges. Ihre Háufung zeigt Einheitlichkeit und unmittelbaren Zusammenhang dieser Karstwasser. 1 3 — Die Tiefenwasser des Bükkgebirges (Eger, GörömbölyTapolca, Hámorer See) háufen sich dagegen in der Náhe der oberen Ecke (Ca, HCO,/ 9 Vormacht). Sie schelnen einen anderen Typ des Karstwassers vorzustellen, der vielen auslándischen Karstwássern ahnelt. Auch die höheren, meist eozánen Karstwasser des transdanubischen Mittelgebirges sind diesem Typ áhnlich. Wie einheitlich dieser „Typ" ist, kann allerdings auf Grund der bisherigen Daten nicht festgestellt werden. Eine interessante Aufgabe ist quantitativ festzustellen, wie der grosse Unterschied zwischen den Karstwassern des transdanubischen Mittelgebirges und des Bükkgebirges zustandekommt: offenbar spielen dabei der verschiedene geologische Aufbau (verschiedenes Kalkstein: Dolomit Verháltniss, bestimmbar angenáhert durch Flanimetrieren der geologischen Karte mit Berücksichtigung der Schichtmachtigkeiten), ferner die kleinen, aber in Kalkstein-Dolomitlösung ziemlich bedeutenden Temperaturunterschiede, d. h. die Tiefe des Karstes und ev. der verschiedene Gehalt an freiem C0 o eine Rolle. In der Mitte der Fig. 7. liegen die Analysengerade der wichtigsten Gruppén der Budapester Heilwasser, z. B. Bad Császár, Rudas, Szt. Imre. 1 4 Sie stellen verschiedene Mischungen von Karst-, Tertiar- (d. h. artesischen) und oberfláchennaher Wasser dar, deren Mischverháltnisse durch die Dreieckprojektion quantitativ erforscht werden können. 1 2 E. Szádeczky—Kardoss, 1. c. 1 3 Derselbe: Über die Hydrologie des Keszthelyer Gebirges und seiner Umgebung. Diese Zeitschr. Bd. XXI. 1941. S. 67. und 231. (teils nur ungarisch!) 1 4 Analysen von K. Emszt und J. Kárpáti, Diese Zeitschr. 1933. S. 71. 1936. S. 44. 1943. S. 79. usw.