Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

460 Dr. Karl v. Moll Es gibt aber Wässer, die rein schwefelhaltig, radioaktiv oder kohlen­sauer sind, ohne Salzgehalt. Diese Gruppen bedeuten nicht soviel, dass in der Natur nur solche Wässer vorkommen, denn es kann ja auch Übergänge von dem einen ins andere geben, was auch tatsächlich oft der Fall ist. Die obige Einordnung veranschaulicht bloss die vorherrschenden chemischen Eigenschaften der Heilquellen. Das Wasser einer jeden Gruppe lässt sich als Heilbad oder Trinkkur, zur Inhalation oder Durchspülung an­wenden. Diesmal wollen wir uns ausschliesslich mit den Heilbäder­wirkungen befassen. Zu Heilzwecken eignen sich natürlich nur warme oder laue Wäs­ser, d, h. entweder natürliche Thermalquellen oder künstlich erwärmte, ursprünglich kalte Qellen. Da die künstliche Erwärmung die Original werte der Heilquellen stets beeinträchtigt, und zwar oft in bedeuten­dem Masse, ist es von grossen Belang, dass sie mit dem möglichst kleinsten Insult, mit je geringerer Aufstörung des Wassers verbunden sei. Das Leiten durch ein längeres Rohrsystem, das Stehen des Wassers in einem Sammelbecken, das Pumpen usw. sind lauter Eingriffe, welche die Heilquelle möglicherweise gerade ihrer wertvollsten Bestandteile, so z. B. ihres Gasgehaltes berauben. Wird das betreffende Wasser nur durch seinen Salzgehalt zur Heilquelle erhoben, dann erfährt es infolge der Erwärmung keine Denaturierung, insofern durch Überwärmung oder zu langes Stehen im Sammelbecken die Ionenverteilung keine Änderung erleidet. Das sind technische Fragen, die in ein besonderes Kapitel der Balneologie gehören; sie haben den. Zweck, die balneolo­gischen Werte der Heilqulle nach Möglichkeit auf dem Wege zu be­wahren, der von der Quelle über die Leitungsrohre und durch die etwaige Erwärmung hindurch bis zur Badewanne oder zum Bassin fürth. Aus dem Gesagten geht hervor daß die natürlichen Thermalquellen zu Heilzwecken geeigneter sind als die erwärmungsbedürftigen Quell­wässer. Bei der Analyse der komplizierten therapeutischen Wirkung der Heilbäder ergeben sich folgende wirksame Agenzien: 1. chemische, 2. thermische und J Einflüsse. 3. mechanische j 1. Der chemische Effekt ist durch die Beschaffenheit der im Mine­ralwasser gelösten Stoffe bedingt. Die längst umstrittene Frage, ob die Wirkung der künstlich hergestellten Salzmischungen mit derjenigen der natürlichen Mineralwässer identisch ist, kann als geklärt betrachtet werden, denn die Untersuchungen haben dahin gewiesen, dass die lonenverteilung, die sich nicht nachahmen lässt, in der Lösungen der

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