Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

Heilwirkungen ungarischer Bäder. Von Dr. Karl v. Moll, leitender Badearzt.* Sollten die Heilwirkungen der ungarischen Heilbäder erschöpfend oder zumindest etwas eingehender besprochen werden, so wäre hierzu nicht eine kurze Vortragsstunde, sondern ein ganzes Semester erfor­derlich. Wir besitzen nämlich so viele Heilbäder und Mineralwässer, dass man auf dieser Grundlage wahrhaftig die gesammte Balneologie restlos vortragen müsste. Da dies unmöglich ist, will ich nur über die Effekte der streng genommenen heilbäder sprechen und dabei insbe­sondere die als spezifisch ungarisch angesehenen bzw. verarbeiteten Bäderwirkungen hervorheben. Das ungarische balneologische Gesetz gestattet die Bezeichnung Heilquelle nur dann,, wenn das die, Sachverständigen des „Landessena­tes für Quellen und Kurortwesen", unter Berücksichtigung von sämtli­chen gesetzlich vorgeschriebenen und therapeutischen Gesichtspunkten, für zulässig erachten. In medizinischer Hinsicht gelten solche Wässer als natürliche Heilquellen, die sich an der Hand ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften zu Heilzwecken eignen, über die meisten bewährten Heilbäder hat bereits die mehrhundertjährige Empirie das zuständigste Heilquellenzeugnis ausgestellt, das sodann in der Regel auch die Baineologen genehmigend zur Kenntnis genommen haben. Man kann angesichts der vielfachen individuellen Unterschiede zwischen den einzelnen Wässern sagen, dass unter dem unzähligen Heilquellen keine 2 gleichen vorkommen. Das gilt sogar von den Budaer Quellen, die doch aus einem Wasserbecken entspringen. Aus diesem Grunde lassen sich die Heilwässer nur schwer nach einem System anordnen, was ja vom Standpunkte der Übersichtlichkeit und der allgemeinen Bestimmung der Heilwirkungen notwendig ist. Die * Vorgetragen in der Jubiläumssitzung der Hydrologischen Sektion der Ungar­ländischen Geologischen Gesellschaft am 16. XII. 1942.

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