Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)

VI. FEJEZET: Az esővíz - Morvay Endre dr.: Az 1940. és 1941. évi árvizek

302 Dr. Morvay Endre tektonischen Verhältnisse des Donau-Tales zurückgeführt werden. Wäh­rend die Donau in den Bergen einen Fall von 40 cm/km aufweist, be­trägt dieser Wert in den flachen Gebieten nur 7 cm/km. Infolgedessen ist die Geschwindigkeit der Strömung der Donau im Gebiete der Grossen Ungarischen Tiefebene sehr gering, sodass das Flussbett viele Windungen und zahlreiche Sandbänke und Inseln besitzt. Das Hochwasser des vorigen Jahres wurde neben den tektonischen Ver­hältnissen hauptsächlich durch die ungünstige Gestaltung der Tempera­turverhältnisse hervorgerufen. Der viele Niederschlag konnte nämlich infolge der grossen Kälte nicht in den Boden einsickern und, als das Tauwetter ankam, wegen der Eisstauungen der Donau abfliessen. So entstand ein eisiges Hochwasser, dem dann beim Tauwetter ein eisfreies Hochwasser folgte. Auch in diesem Jahr begann das Hoch­wasser mit einer eisigen Flut. Es muss betont werden, dass vom Gesichtspunkte des Hochwasser­schutzes aus die Pester Seite sich in einer viel güngstigeren Lage befin­det, als die Budaer Seite, weil hier die Pumpenanlagen das Wasser aus den Kanälen einwandfrei in die Donau überführen können. An der Budaer Seite sind dagegen nur in Óbuda und Kelenföld solche Pumpenanlagen vorhanden, während an den übrigen Stellen das Wasser aus den Kanälen unmittelbar in die Donau fliesst. Wenn der Wasserstand der Donau über 5 m steigt, müssen also die Kanalmündungen abgeschlossen und die Wassermengen überhoben werden. Besonders gefährlich sind an der Budaer Seite ausserdem die Bäche, sowie die zahlreichen Grabensysteme, die in einer an Niederschlag reichen Periode ausserordentlich viel Wasser abzuführen haben. Auf der Pester Seite (linkes Donauufer) ist nur ein solcher Graben vorhanden: der Rákos-Bach, welcher aber teilweise schon reguliert worden ist. Für die tiefer liegenden Gebiete bedeutet auch das Grundwasser eine ständige Gefahr. Als Schutz gegen das Hochwasser wurden bis jetzt folgende Mass­nahmen unternommen: Regulierung der Donau, Erhöhung des Stadt­niveaus, Ausbau der Kais u. s. w. Die Tatsache aber, dass das Hochwasser diese Gebiete zweimal hintereinander heimsuchte, beweist, dass auch weitere Schutzmassnahmen noch unternommen werden müssen. Die Hauptstadt allein kann jedoch dieses schwere Problem nicht lösen. Der Budapester Abschnitt bildet nur einen Teil der ganzen ungarischen Donau, sodass eine endgültige Regu­lierung nur im Rahmen eines staatlichen Planes verwirklicht werden kann.

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