Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

98 Ferenc Papp demselben Thermometer durchgeführt worden sind — nur mit der abkühlenden Wirkung der Luft erklären. Hinsichtlich ihrer Fassung können ausser den bereits erwähnten artesischen Quell­brunnen noch die folgenden Quellen als einwandfrei bezeichnet werden: Árpád-, Gül-baba-, Rákóczi-, Türken-, Chara Mustafa­und Hof-Quelle des Rudas-Bades, die Grosse Quelle des St. Eme­rich-Bades, im Kaiserbad der Trinkbrunnen, die Antonius-, Marien-, St. Emerich- und Türkenquelle, ferner die Trinkquelle des Römer­Bades. 8. Die Abhängigkeit der Temperaturangaben von der Dauer der ihnen zugrundeliegenden Messung bedarf keiner besonderen Betonung. Zu kurze Messungsdauer führt zu völlig falschen Ergeb­nissen. Bei Wärmemessungen ist für jede einzelne Quelle zunächst jener Zeitraum zu bestimmen, während welchem das Wasser seine Höchsttemperatur erreicht; zu dieser Dauer sind dann 25% hinzu­zurechnen, um jenes Zeitmass zu erhalten, das für die Temperatur­bestimmung notwendig ist. Die Messungsdauer ist soll in veränder­lich und verlängert sich mit zunehmender Wärme. Die Dauer mei­ner Messungen belief sich je Quelle auf 3 — 4 Minuten im Römer­bad, auf 6—8 Minuten für die Quellengruppe des Gellértberges und auf 15 — 20 Minuten für die wärmeren Quellen des Josefsberges. Bemerkt sei hier, dass ich I i den letzteren Quellen auch mit in Glycerin gebettetem Therm' -^ter von 35 mm Durchmesser ge­arbeitet habe, das ich mindestens 45 Minuten lang in den einzelnen Quellbecken Hess. 9. Von ausschlaggebender Wichtigkeit ist eigentlich die Güte des Thermometers. Zu meinen Messungen benutzte ich zweierlei Thermometer. Ein in Glycerin gebettetes Thermometer mit 30 mm Durchmesser (deutsches Fabrikat) für Messungen in wärmeren Quellen und ein Thermometer Marke „Túrán" für Quellen, deren Temperatur sich um 40 bis 50° C bewegt. Ich habe zeitweise Kont­rollmessungen mit einem geeichten Thermometer vorgenommen, und die nötigen Korrektionen durchgeführt. Bei dem „Túrán" Ther­mometer haben sich Fehler von 0.3—0.4° C feststellen lassen. Von den Quellen beständiger, gleichmässiger Wärme zeigt die Attila­Quelle mit 46.8° C die meiste Beständigkeit, so dass sie sogar zu Eichzwecken dienen könnte. Thermalquellen pflegt man auch nach ihrem Wärmegrad zu un­terscheiden. Als warme Quellen gelten allgemein solche, deren Tem-

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