Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
Die warmen Heilquellen von Budapest 99 peratur das Jahiestemperaturmittel des betreffenden Ortes überschreitet. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt in Budapest 10 C, demnach müssten alle Quellen, die wärmeres Wasser als 10° C liefern, zu den warmen Quellen gezählt werden. Die im vorigen gegebene allgemeine Definition muss daher mit Vorsicht angewendet werden, denn unsere im Kisceller Ton entstehenden Grundwasserquelleu können — trotzdem ihre Temperatur 13 — 15" C beträgt. doch nicht als warme Quellen bezeichnet werden. Diese Grundwasserquellen verdanken ihre höhere Temperatur teilweise gewissen chemischen Prozessen, namentlich den durch die ZersetFijj. 6. Das Heilbad auf der Margareteninsel. zung des im Ton fein verteilten Melnikovit-Pyrit, Pyrit und Markasit frei gewordenen Wärmemengen, zum Teile dem schlechten Wärmeleitungsvermögen der Tonschichten, welche die atmosphärische, sowie die durch chemische Umsetzungsvorgänge erzeugte Wärme festhalten, sozusagen aufspeichern. Nach der allgemeinen Ansicht brechen einige unserer heissen Quellen aus dem Kisceller Ton hervor. In der Wirklichkeit entspringen sie aber — wie es später ausgeführt werden soll — aus dem Kisceller Ton, bezw. aus dem darüber liegenden Donauschlamm und ebendeshalb ist es verfehlt, lediglich den Kisceller Ton vor Augen zu halten. Die Temperaturschwankungen unserer warmen Quellen gehen nicht über 2° C. Dies vor Augen haltend, werden alle jene Quellen, bei welchen die jährliche Temperaturschwankung 2° C oder mehr beträgt, aus der Reihe der warmen Quellen vorweg ausgeschieden. 7*