Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die war inen Heilquellen von Budapest 97 7. Die Temperaturschwankungen unserer Quellen geben ein getreues Bild über die Fassung des Quellbeckens und seinem Zu­stand. Gutgefasste Quellen sind gegen äussere Einwirkungen un­empfindlich und vermögen ihre natürlichen Eigenheiten in vollem Masse zu entfalten. Als bestgefasste Quellen gelten eigentlich unsere gebohrten artesischen Quellbrunnen, die bei normaler In­anspruchnahme ständige, gleichmässige Temperatur besitzen. Zu diesen gehören: das Széchényi-Bad (73.7° C), die alte Quelle auf der Margareteninsel (42.6° C), die Juventus- (46.8° C), die Attila­Quelle (46.8° C). Die Lukas-Quelle des St. Lukas-Bades zeigt Temperaturschwankungen, deren Ursache wahrscheinlich darin zu erblicken ist, dass die Messungen wegen dem Betrieb nicht unter gleichen Verhältnissen stattgefunden haben (60.0—61.7 C); übri­gens wurde bei dieser Quelle anlässlich ihrer im XI. 1936. vor­genommenen Reinigung eine um 2° C höhere Wassertemperatur (63.5 U C) gefunden. Im Gegensatz zu den gutgefassten Quellen stehen die aus irgend einem Grunde völlig auf sich überlassenen Quellen, deren Ergiebigkeit durch die eigenen Sinkstoffe, den Schlamm gedrosselt wird. Leider sind zwischen den Ofner Thermalquellen auch Beispiele für solche zu finden. So zum Beispiel beträgt die Temperatur der Kleinen Quelle des St. Emerich-Bades in dem im Pumpenraum des Her­ren-Dampfbades befindlichen Schachte derzeit (Nov. 1936) 38.6° C. wogegen sie am 18. September 1936 nach völligem Abpumpen des im Quellenspalt stagnierenden Wassers 42.2° C betrug. Lebensdauer und Wärmegrad unserer Thermalquellen wer­den durch den vom Wasser mitgeführten Schlamm sehr nachteilig beeinflusst, wie es an der Mathias-Quelle des St. Emerich-Bades zu sehen ist. Die Temperaturangaben von Molnár (16) aus dem vorigen Jahrhundert enthalten für die Quellen des Kaiserbades durchwegs höhere Werte, was seinen Grund nebst der Verschie­denheit der verwendeten Messinstrumente, auch in der zwischen­zeitig eingetretenen Verschlammung der Quellwege haben dürfte. Als eine interessante Beobachtung sei hier erwähnt, dass das Was­ser der St. Emerich-Quelle des Kaiserbades — als sie nach vielen Jahren wieder geöffnet wurde — unmittelbar nach dem Öffnen eine Temperatur von 54° C hatte, vor dem Schliessen, also nach erfolgter Durchlüftung der Quelle aber nur mehr 53.2° C aufwies. Dieser Temperaturverlust Hess sich — da beide Messungen mit Hidrológiai Közlön/ XVII. 7

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