Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
96 Ferenc Papp 4. Der Wärmegrad des Quellwassers ist in hohem Masse beeinflusst durch die Vermischung verschiedener Quellen. Wie es im nachstehenden ausgeführt wird, werden manche Quellbecken durch mehrere Zuflüsse gespeist, deren Temperatur oft erhebliche Unterschiede aufweist. Auf diese Tatsache hat erstmalig Oy. Weszelszky hingewiesen, der im Kaiserbad im Jahre 1912 in einem Teil der Türkenquelle 29° C, in einem anderen Teil 21 C gemessen hat. Jetzt, nach 24 Jahren habe ich mich über solche Wärmeunterschiede durch eigene Messungen überzeugen können. So habe ich im NWTeil der Türkenquelle des Kaiserbades 29.3° C, im südlichen Teil hingegen 21.3° C Wassertemperatur gefunden. Im Trinkbrunnen des gleichen Bades ergab die Messung im NO-Zweig der Quelle 58.2° C, im SW-Teil 57.6° C. Ähnliche Unterschiede sind auch in der 4. Antonius-Quelle: 6U.4, 59.7, 59.8 und 60.4 C. Seit langem und allbekannt ist die Tatsache, dass das Schlammbad im LukasBade durch Zuflüsse verschieden/er Wärme gespeist wird, uzw. Quelle V: 27, Qu. VII: 39, Qu. VIII: 42—52.7. Qu. III: 44, Qu. II: 45.8, Qu. Ib: 55 , Ia: 55° C. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei den Quellen des Geliertbades. Qu. V: 46.1, Qu. I: 45.8° C, Temperatur des geinsichten Wassers im Becken: 45—46° C. Ebenso wird der Teich des Römerbades durch Quellen verschiedenen Wärmegrades gespeist. Die Temperaturwerte betragen: I.: 21.4, IIa.: 22.0, III.: 21.2, IV.: 22.2, Va.: 22.4, Vb.: 22.2, VI.: 21.9, VII.: 21.3, VIII.: 21.5, IX.: 21.7, X.: 21.8, XI.: 21.5, XII.: 21.5° C. 5. Gase kommen auch als beeinflussende Faktoren der Wassertemperatur in Betracht. Von ihrer Wirkung konnte ich mich bei jeder Messung des alten artesischen Brunnens des Széchenyi-Bades überzeugen, namentlich ihre abkühlende Wirkung feststellen. Gasaufbrüche, die bei einer Wassertemperatur von 73.5—73.6° C stattfanden, haben einen Temperaturrückgang bis 72° C verursacht. 6. Die Beziehung zwischen Wärmeleitungsvermögen der Gesteine und der Temperatur unserer warmen Quellen lässt sich vorderhand zahlenmässig noch nicht beweisen, ihre Rolle im Wärmehaushalt der Quellen steht aber ausser Zweifel. Die obere Bodenschicht und die an vielen Stellen darunter liegenden lockeren Sedimentgesteine (Schlamm, Sand und Ton), die ansehnliche Luftmengen enthalten, sind äusserst schlechte Wärmeleiter, was auch für die älteren, dichteren Sedimentgesteine (Mergel, Kalkstein, Dolomit) zutreffend ist.