Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die war inen Heilquellen von Budapest 85 Die juvenile Entstehung unserer Thermalquellen wird auch von L. Lóczy sen. für möglich bezeichnet, der sich in seiner Annahme durch den Schwefelwasserstoff-Gehalt des Wassers bekräftigt sieht (7). In seiner Studie über die Erdgasquellen in Kissármás äussert er „. . . . auch die Thermalquellen bei Budapest sind durch in grös­serer Tiefe kondensierende Wasserdämpfe entstanden, sie liefern s. g. juveniles Wasser". J. Balds (8.) hält das Wasser der Buda­pester Thermen für rein juveniles Wasser. M. Pdlfy (9) erklärt die Entstehung der Quellen mit dem Gesetz der kommunizierenden Gefässe, wonach im Falle sich in einem Gefäss kaltes im anderen aber warmes Wasser befindet, das kalte Wasser einer höheren Warmwassersäule das Gleichgewicht zu hal­ten vermag. Nach Pálfy gibt es in Ungarn keine Thermalquellen rein juvenilen Ursprungs, er gibt aber die Existenz solcher Quellen zu. Gemäss seiner Theorie wird das Sickerwasser am thermalen Spalt vom aus der Tiefe aufbrechenden heissen Wasser, vom Dampf und von Gasen erwärmt und vorwiegend durch diese in die Höhe getrieben. Diese Theorie wurde von S. Kalecsinszky auch durch Versuche bestätigt. In einem Aste der 1 m langen kommunizierenden Röhre hob sich die auf 100° C erhitzte Wassersäule unter dem Druckt der gleichen Wassermenge von nur 12° C Temperatur um 4.6 cm. Die einander gegenüberstehenden Theorien der vadosen und juvenilen Entstehung unserer Thermen wurden von Z. Schröter (10) aufgrund langer Beobachtungen mit einander verbunden. Er bezeichnet diese Quellen unter Berücksichtigung der Pálfy'schen Feststellungen als Quellen gemischten Karakters. Die chemische Zusammensetzung des Quellwassers, die Gegenwart von F, Ba, Sr, SiOa, PÜ4, CO*, COS, S und Borsäure, das pulsierende Auf­brechen des Wassers und seine Radioaktivität werden von Z. Schreier als Zeichen des juvenilen Ursprungs gewertet, die schwan­kende Temperatur, die Verschiedene chemische Beschaffenheit deuten hingegen auf die Beimischung grösserer oder kleinerer Mengen vadosen Wassers. Die Ansicht Schröters wird auch von F. Schafarzik (11) geteilt, der anfänglich auf der Seite der Molnár­Szabó'schen vadosen Theorie gestanden, sich nach weiteren Über­legungen und Erfahrungen den Ansichten Schréter's anschloss. Nachdem aber die Theorien meistens nur annähernde Erklärungen für die Naturerscheinungen geben, nicht aber lückenlose Lösung

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