Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Mátraszöllős hidrológiai viszonyai

44 Jenő Noszky gesättigt auch die schon dort befindlichen wasserdurchlässigen Schichten und es entsteht der der Tiefe entsprechender, hydrosta­tischer Druck. Wenn also irgendwo eine entsprechend starke Bruch­lücke entsteht, in der Regel an der tektonischen Grenze der beiden Bildungen, so entstehen starke Verwerfungsqueilen. Solche Quellen gibt es ausser dem schon erwähnten noch bei Mátraszöllős nördlich von der Gemeinde im Szamárpataktale, am Grunde des Seitentales, unterhalb des grossen Steinbruches. Ähnliche Verhältnisse zeigen, die NO-lich in Rednektal und Rigógödör aufbrechenden Quellen. Gegen SW, am Fusse des Tepke, in den Weingärten der Bewohner von Pásztó befindet sich der wasserreiche Koós-kút-Brunnen und die zwei Felsőnádaspusztaer Quellen, mit ebenfalls ansehnlicher Wassermenge. Das unmittelbare Aufbrechen der Mátraszöllőser Quellen zeigt folgender Schnitt: (Abb. 11. Siehe Ung. Text.) Diese Quellen brachen am Fusse des sich im NW der Gemeinde erhebenden kleinen Andesithorstes, bezw. der östlich beträchtliche (2 — 300 m) Tiefen und nahm deren Temperatur an. Davon rührt auch das Thermalgepräge, da das Wasser von einer starken Lehmdecke eingeschlossen ist. Den kleinen Andezithorst bedeckten vormals die jüngeren Sedi­mente vollkommen, was auch die terrestrischen Lehmgänge gut zeigen, welche in der grossen Andesitpalt eingedrungen sind, und in der Mitte der in ihn eingeschnittenen Steinbruches, auch auf dem Schnitte zu sehen sind, genau so weist auch das Hinaufreichen von höheren sarmatischen Gebilden an den Berglehnen bis in beträcht­liche Höche auf eine transgressive Lagerung hin. Das heisst, der Horst kam nur sehr spät zum Vorschein, nachdem die ihn bedecken­den Schichten schon abgetragen waren. Dafür spricht übrigens auch das in das südliche Ende des kleinen Horstes eingeschnittene epi­genetische Tal, welches aus einem, der einst in Pliocen von Tepke herabziehenden, consequenten Tälern entstand. Es entwickelte sich freilich in grosser Höhe oberhalb der darunter liegenden, bedeckten Andesitscholle. Sein Einschnitt erreichte dann langsam unter dem weichen Schutte den Harten Andezit, in dem das Tal dann bestän­dig wurde; ja es riss sogar die Täler der übrigen, in dem lockeren Boden unbeständigen benachbarten Bäche an sich, so dass heute durch das „Szöllőser Tor" das Wasser von drei grösseren Tälern abfliesst.

Next

/
Thumbnails
Contents