Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die warmen Heilquellen von Budapest 211 quillt. Vom Grunde trichterförmiger Vertiefungen, gleichsam aus einem Krater sprudelt das Wasser meistens aus mehreren Kegeln hervor, ständig Kalktuffsinter mitfürend und schwebend haltend, stellenweise aber auch pulsierend an die Oberfläche kommend. J. Szilvássy gibt aufgrund seiner in 1935/36. angestellten Messungen und Beobachtungen folgende Beschreibung der Quellaustritte. Die Quelle No. I. liegt im westlichen Ast des Teiches bei dem westlichen Einstieg und besitzt zwei kleine Öffnungen. R. Frohner gibt die Temperatur dieser Quellen mit 22° C im Juni 1911. und mit 22.2° C im Jänner 1912. an. J. Szilvássy hat die Temperaturver­hältnisse dieser Quelle ein Jahr hindurch systematisch und mit grösster Sorgfalt gemessen und dabei zahlreiche Details beobachtet, deren Erwähnung wesentlich zur genauen Kenntnis dieser Quelle beiträgt. Aus seinen Wahrnehmungen geht zunächst hervor, dass die kleine Quelle Nr. I/b. wärmer als die Quelle I/a ist und auch kleinere Temperaturschwankungen aufweist. Der grösste Wärme­grad wurde im Sommer am 18. August gemessen und betrug an der Quelle I/a. 22.2° C. Szilvássy erwähnt, dass gelegentlich der Säuberung des Teichbeckens, als die Quellöffnung I/a. verstopft wurde, am Quellenaustritt I/b. höhere Temperatur, 22.4° C fest­zustellen war. (Am 10. April.) Die Quellengruppe Nr. II. liegt in der Mitte des westlichen Beckens und zählt 5 kleine Austritte. Drei von diesen befinden sich in einem grösseren gemeinsamen Trichter. Diese Quellen haben sich während der Beobachtungszeit öfters verändert. Sie fördern nicht nur Kalktuffsinter zutage, sondern bringen zuweilen vermoderte Holzsubstanzen mit (aus den Holozän-Sedimenten des Untergrun­des); ihr Wasser ist manchmal völlig durchsichtig, wie es am 3. August 1935. und am 20. Oktober desselben Jahres zu beobachten war, manchmal, so am 10. November 1935. erscheinen sie ganz trüb. Ebenso unterliegen der Umfang des Trichters sowie die Form und die Zahl der darin befindlichen Quellenkegel der Veränderung. Bedeu­tendere Verengung des Trichters war zu beobachten am 1. und 22. Dezember 1935., dann am 12. März 1936., dagegen erschien er be­deutend geräumiger am 20. März 1936. Von den Quellen Il/a. und Il/b. ist Letztere die wärmere und weniger empfindliche. Die nied­rigste Temperatur wurde am 22. Dezember gemessen. Der grösste Wärmegrad wurde beobachtet an der Quelle Il/a. am 22. Juni und 13*

Next

/
Thumbnails
Contents