Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Szily József dr.: Bodenuntersuchungen in der Wasserbautechnischen Praxis

20 József Szily chen, das Grundwasseraufnahmevermögen von Entwässerungs­kanälen, der Wasserverlust durch Versickerung in Schiffahrts- und Bewässerungskanälen, die natürlichen und künstlichen Filteranla­gen usw. werfen alle Fragen auf, die nur in Kenntnis der Permea­bilität des Bodens bereinigt werden können. Die Sickergeschwindigkeit des Wassers im Boden wurde vom französischen Hydrauliker Detrey schon Mitte des vorigen Jahr­hunderts bestimmt. Das von ihm aufgesetellte Gesetz war im Lau­fe der verflossenen 80 Jahren vielfachen Angriffen ausgesetzt. Trotzdem fand es in der neuzeitlichen Hydraulik in seiner ursprüng­lichen Form Einführung mit allerdings beschränktem Giltigkeits­bereich. Die Formel, die die Beziehung zwischen Sickergeschwin­digkeit und relativem Wasserspiegelgefälle ausdrückt, hat lediglich für Sandböden und feinen Schotter Giltigkeit und selbst für diese nur in dem Falle, als das Sickerwasser laminare und nicht turbu­lente Bewegung aufwiest. / Im Ausdrucke v = k I bedeutet v die gesuchte Sickergeschwindigkeit, / das relative Spie­gelgefälle. k ist ein von der Bodenart und von dem Weg der Sicke­rung abhängiger Beiwert. / lässt sich ohne Untersuchung des Bodens lediglich in Kennt­niss der genauen Wasserspiegellage an der fraglichen Stelle be­stimmen. Für den Fall nach Fig. 1. ergibt sich z. B. das relative Gefälle des längs der schief neigenden undurchlässigen Schicht sickernden Grundwassers aus dem Verhältnis / = h/l Der Wert h wird bestimmt mit Hilfe von zwei in der Bewegungs­linie des Wassers abgeteuften Beobachtutigsbrunncn und gibt den Höhenunterschied der in den beiden Brunnen beobachteten relati­ven Wasserstände an. / bedeutet den Abstand zwischen den beiden Beobachtungsbrunnen. Figur 4 zeigt einen vollkommenen Brunnen, in welchem durch Abpumpen Ii Depression erzeugt worden ist. Das durchschnittliche relative Gefälle des zum Brunnen strömenden Grundwassers beträgt / = h/l Will man den Verlauf der Depressionskurve innerhalb engerer Grenzen untersuchen, só ist der in Fig. 1 angegebene Vorgang zu befolgen, zu welchem Zwecke an den gewünschten Stellen — in

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