Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Szily József dr.: Bodenuntersuchungen in der Wasserbautechnischen Praxis
Bodeiiuntersucliung in der Wasserbautechnischen Praxis 19 1. Bei Gründungen in durchlässigem Boden, insbesondere wenn der Grundwasserspiegel das Gründungsniveau überragt, ist es wichtig die Permeabilität des Bodens wie auch die kritische Grenze der Sickergeschwindigkeit zu kennen, bei welcher bereits ein Ausweichen der feineren Bodenkörner aus ihrer ursprünglichen Lage eintritt und dadurch die Stabilität des Bodens Störung erleidet. Die hier anzuwendenden Untersuchungen haben es zu beantworten, ob eine gefahrlose Entwässerung der Baugrube möglich erscheint, oder ob die Arbeiten — der Aushub der Fundamentgrube und die Betonierung des Fundamentes — unter Wasser durchzuführen seien. 2. In ähnlichen Fällen wie vorher erwähnt, kann die Entwässerung der Baugrube durch Grundwasserabsenkung bewerkstelligt werden, indem das Grundwasser das zufolge seiner Höhenlage die Fundierungsarbeiten stört, durch Rohrbrunnen, die ringsum der Arbeitstelle abgeteuft werden abgepumpt und dadurch unter das geplante Grüudungsniveau gesenkt wird. Die Zahl der Brunnen, die Leistungsfähigkeit der einzustellenden Maschinen, die Saugrohrquerschnitte sind der Permeabilität des Bodens anzupassen, setzen sohin die Kenntnis der letzteren voraus. 3. Bei dem Bau von Stauwehren ist — wenn die Sondierbohrungen im Flussbette keine undurchlässige Schicht in erreichbarer Tiefe aufgedeckt haben — stets damit zu rechnen, dass infolge des Druckes Ii des aufgestauten Überwassers eine Bewegung des Wassers von den höheren Druckstellen nach den Stellen niedrigeren Druckes einsetzt d. h. das Wasser unter dem Wehrkörper durchsickern wird. Diese Bewegung des Wassers birgt insolange keine Gefahr in sich, bis die Sickergeschwindigkeit unter der für den betreffenden Boden kennzeichnenden kritischen Grenze bleibt. Die Kenntnis der Sickerungsverhältnisse sowie der für die Bodenart karakteristischen kritischen Geschwindigkeit bilden daher unerlässliche Grundlagen für die Bestimmung der Wehrlänge l und der Rammtiefe der Spundwände. 4. Berechnungen die Ergiebigkeit von Rohr- und Schachtbrunnen und ihre zulässige Höchstbeanspruchung betreffend erfordern ebenfalls Klarheit über obige Eigenheiten der wasserführenden Schicht. Damit sind aber die im Ingenieurbaufache vorkommenden Fälle, in denen die Beziehungen zwischen Wasser und Boden Bedeutung erlangen, noch keinesfalls erschöpft. Die Durchnässung von Dei2*