Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Szily József dr.: Bodenuntersuchungen in der Wasserbautechnischen Praxis
Bodenuntersuchung in der Wasserbautechnischen Praxis. Von: Dr.-Ing. J. v. Szily. Der Boden, diese durch Verwitterung von Gesteinen entstandene oberste lockere Decke unserer Erde wird von zahlreichen wissenschaftlichen Gesichtspunkten aus zum Untersuchungsgegenstand gemacht. Die Fragen die durch die Untersuchungen beantwortet werden sollen, lauten aber anders für den Geologen, anders für den Bodenchemiker, wieder anders für den Bodenbiologen und abermals andere Ziele leiten den Ingenieur, als er einzelne Eigenheiten der Böden zu erkunden sucht. Obwohl solcherart die erwähnten Wissenschaftszweige den Untersuchungen stets ihr eigenes Gepräge geben, lassen sich diese doch nicht scharf von einander trennen. Aus diesem Grunde dürfte es nicht uninteressant sein, die in der wasserbautechnischen Praxis häufig vorkommenden und wegen ihrer Bedeutung wichtigen Bodenuntersuchungen näher zu besprechen. In der wasserbautechnische Praxis werden die Böden vorwiegend nach ihrer Wasserdurchlässigkeit eingeteilt und es werden unterschieden a) durchlässige und b ) undurchlässige Böden. Im folgenden werden nur die durchlässigen Bodenarten behandelt, nachdem die Bodenuntersuchungen im Wasserbau die Aufdeckung der Bewegungsgesetze des Wassers im Boden zum Ziele haben. Bevor wir aber auf die ausführliche Besprechung übergehen würden, sollen jene karakteristischen Fälle aus der Praxis zusammengefast werden, für welche die zu beschreibenden Untersuchungen Wichtigkeit besitzen.