Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

116 Ferenc Papp den können, der die von der Budaer Seite herkommenden Karst ­wasser aufspeichert. Infolge der im Wasser der Budapester Thermen befindlichen Bestandteile, besitzen unsere Thermen den Charakter eines Mineral­wassers. Ausser diesen gelösten Bestandteilen enthalten sie aucli schwebendes Material und Schlamm. Das oft aus grossen Tiefen hervorbrechende Wasser lagert im Quellbecken 'manchmal nicht nur das schwebende Material, sondern auch einen Teil der infolge der Oxydation ausgeschiedenen gelösten Bestandteile ab. Zwecks einer leichteren Übersicht können wir homogene und heterogene Schlammarten unterscheiden. Unter einem homogenen Schlamm verstehen wir jene Schlammart, in welcher, ausser den angegebenen Bestandteilen, fremdes Material nur untergeordnet vorkommt. Wenn im Schlamm viel fremdes Material vorhanden ist, sprechen wir von einem heterogenen Schlamm. Die beiden Arten stimmen darin überein, dass sie mineralische Bestandteile enthalten. Linczbauer (1837) schreibt vom „schwefeligen und mine­ralischen" Schlamm. Diese alte Hinteilung wird auch von den neu­esten Autoren beibehalten. Die Bestandteile, welche dem Wasser den Charakter eines Mineralwassers verleihen, entstanden durch Auflösen, während die Schlammteilchen durch Abbrechen vom Nebengestein entstanden sind. Unter den homogenen Schlammarten unserer Thermen, lassen sich einige auf den Kalktuff, andere wieder auf das Dolomitmehl zurückführen. Die Quelltrichter im Römischen Bade zeigen uns, wie sich der Kalktuffschlamm vor unseren Augen bildet. Das Was­ser wirft die feinen, schwebenden Kalktuffteilchen, wie Millionen von kleinen Bällen. In den Becken jener Thermen, die am Fusse des Gellértberges aufbrechen (ausser den durch Bohrung aufgeschlossen: Juventus, Attila und den zwei Bohrungen neben dem St. Imre Bad) sammelt sich der Schlamm, welche Tatsache bereits lange bekannt ist. Der alte Name des Gellértbades („Sáros-fürdő" = „Schlammbad") weist ebenfalls auf diesen Umstand hin. Im Sammelbecken des Gellért­bades, sowie am Grund und an den Wänden des Beckens lagerte Kalzitmehl ab. Diese Ablagerung lässt sich besonders auf den Auf­bruchstellen der Quellen I„ II., III. und IV. beobachten. Ein ganz ähnlicher Kalzitmehlschlamm ist in den Beckén der Árpád-, Mathias-, Beatrix-, Türken-, Rákóczi-, Gülbaba-, Kara

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