Hidrológiai Közlöny 1935 (15. évfolyam)

Horusitzky Henrik: Budapest dunabalparti részének talajvize és altalajának geológiai vázlata

Grundwasser und Untergrund von Budapest 151' stellt bei vertikaler Bewegung die Durchdringung einer 20 m mächtigen feinkörnigen Gesteinschicht die Grenze dar, nach deren Überschreitung das Wasser in ausreichendem Mass von den mit­gebrachten Verunreinigungen befreit ist. In horizontaler Richtung muss das Wasser einen Weg von etwa 200 m in einem gleichen Gestein zurücklegen, um entsprechend filtriert zu werden, voraus­gesetzt natürlich, dass von oben keine neue Verunreinigung er­folgt. Diese Bedingungen sind bei dem meist in geringer Tiefe zirkulierenden Grundwasser nicht zugegen, sondern nur unter einer wassersperrenden Schicht, noch genauer ausgedrückt: zwi­schen zwei wasserundurchlässigen Schichten. Aber selbst in dem Fall, wenn die Lagerungsverhältnisse in vertikaler Richtung ent­sprechen, muss man sich auch in horizontaler Richtung davon überzeugen, ob die obere wassersperrende Schicht nicht irgendwo in der Nähe auskeilt oder unterbrochen ist, wodurch den Verun­reinigungen ein Weg geöffnet würde. Die Qualität des Grundwassers als Trinkwasser kann wei­ters aucli durch die Bewegungserscheinungen desselben beein­flusst werden. Das Grundwasser ist bekanntlich kein stagnierendes Wasser, sondern es bewegt sich dem Gesetz der Schwere entsprechend in der Richtung des Gefälles der wassersperrenden Grundlage, wodurch regelrechte Grundwasserströmungen Zustandekommen. Die Geschwindigkeit der Bewegung wird durch die Grösse des Gefälles und den zu überwindenden Widerstand bestimmt. Man kann im allgemeinen sagen, dass sich das Grundwasser etwa 1000-mal langsamer bewegt, wie das oberflächliche Wasser in gleichen Gelände. Da in Budapest die durchschnittliche Geschwin­digkeit der Donau bei einem Wasserstand von + 2.5 m am Pegel der Kettenbrücke 90—92 cm/sec beträgt, bewegt sich das Grundwasser im holozänen Gebiet längs der Donau mit einer Geschwindigkeit von 0.9 mm/sec, rund 1 mm/sec südwärts. In den übrigen Gebieten wird die Richtung der Bewegung des Grundwassers durch andere Umstände, namentlich durch die oberflächlichen Wasserläufe und jene kleinen Hügelchen bestimmt, welche die einzelnen Tälchen von einander trennen. Täler derartiger gegenwärtiger und alter oberflächlicher Wasserläufe sind die Täler des Rákos-Baches, des ehemaligen Városligeter- (Stadtwäldchen-) Baches, des von der Beamtenkolonie einst über den Orczy-Garten geflossenen Bäch­leins und des in der Nähe des Franzstädter Bahnhofes befindli-

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