Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)
ifj. Noszky Jenő dr.: Adatok Lókút község vízellátásának kérdéséhez
Beiträge zur Frage der Wasserversorgung der Ortschaft Lókút. Von J. Noszky jun. Wie in allen Kalkgebieten, konnten die menschlichen Siedlungen auch im Nördlichen Bakony nur im Umkreis von wasserreichen Quellen, resp. Brunnen zur Ausgestaltung gelangen. Von dieser Regel sind jedoch einzelne Ausnahmen zu finden, wie z. B. die Ortschaften Lókút und Tés, ferner Csőszpuszta. Die Wasserversorgung dieser Siedlungen ist schon wegen ihrer Lage auf einem Bergrücken, resp. Hochplateau nicht ausreichend, noch ungünstiger gestalten sich jedoch die Verhältnisse in Anbetracht des Umstandes, dass die Ortschaften auf einem Kalkgebiet liegen. So kann man es auch garnicht wunder nehmen, dass in diesen Ortschaften jeder Einwohner beneidet wird, der einen Brunnen hat, weil im Dorf — wie es die Leute selbst sagen — das Wasser der grösste Schatz ist. Im Rahmen dieses Aufsatzes will ich mich mit den hydrologischen Verhältnissen der Ortschaft Lókút, als einem auffallend charakteristischen Beispiel beschäftigen. Infolge der gütigen Unterstützung seitens Herrn Professors K. Roth von Telegcl hatte ich nämlich Gelegenheit, die detaillierte geologische Aufnahme des Dorfes und seiner Umgebung durchzuführen, wobei ich an der Hand der eingehenden Kenntnis der Bildungen des Gebietes den Schlüssel zur Erklärung einiger Erscheinungen fand, die bei der Lösung der hydrologischen Frage bedeutsam sind. Vor allem müssen wir die gegewärtigen Zustände überblicken. Untersuchen wir also der Reihe nach die der Wasserversorgung dienlichen Brunnen, sowie die in der Gemarkung der Ortschaft vorfindbaren Quellen und Ziehbrunnen von den Gesichtspunkten der Hygiene und des Wasserertrages. Der in der Mitte des Dorfes stehende Brunnen No I — der einzige gemeinsame Brunnen der Ortschaft — ist in zerklüfteten, verkarsteten Kalkstein niedergeteuft. Er ist ca. 8 m tief, mit Steinen ausgekleidet, unten mit einem betonierten Sammelbecken versehen.