Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

ifj. Noszky Jenő dr.: Adatok Lókút község vízellátásának kérdéséhez

Beiträge zur Frage der Wasserversorgung der Ortschaft Lókút 95 Durchmesser etwa 2 m, Wasserzufluss ganz schwach. In der Betonsohle befindet sich eine kleine Vertiefung, in der sich das Was­ser der sickernden Adern ansammelt, von wo es dann mittels kleiner (ca. 2—3 dl fassender) Eimer oder mittels der von den Einwohnern mit Vorliebe gebrauchten Kuhglocken geschöpft werden kann. Als ich dort war, dürfte der Wasserertrag des Brunnens nicht einmal die 101 pro Min. erreicht haben, trotzdem die vorgehenden Wochen mehrere Regentage gebracht hatten. Nach Aussage der Einwohner pflegt der Wasserertrag nach grosser und andauernder Dürre abzu­nehmen, wogegen auch längere Regenperioden kaum eine wesent­lichere Erhöhung des von mir beobachteten Quantums herbeiführen. Das Wasser ist im frisch geschöpften Zustand sehr trübe und wird erst nach längerem Stehen von den schwebenden Schlammpartikeln frei, es schmeckt ziemlich angenehm und ist nicht sehr kalt. In An­betracht dessen, dass die Ortschaft nach der Volkszählung vom Jahre 1930 1899 Einwohner besitzt, kann dieser Brunnen den Was­serbedarf nicht decken. Den Wasserverbrauch des Stadtbewohners (mit 30 1 täglich) in Rechnung stellend, macht das volle Wasser­quantum nicht einmal des Bedarfes aus. Bei den Dorfbewohnern bleibt zwar der Anspruch wesentlich unter 30 1 pro Tag und Kopf, doch muss hier, bei der Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung der Wasserbedarf der Haustiere als neuer Posten hinzugerechnet werden, wodurch der oben in Rechnung gestellte Wert von 30 1 wie­der erreicht, wenn nicht sogar übertroffen wird. Auch vom Gesichtspunkt der Hygiene ist der Zustand unhalt­bar. Das Schöpfen des Wassers aus dem offenen Brunnen bietet bei epidemischen Krankheiten die beste Gelegenheit zur Verbreitung der Keime. Jede Familie benutzt ihren eigenen Eimer, der an einem Strick befestigt zumindest 30—40-mal hinabgelassen werden muss, bis die 10—12 1 fassende Kanne voll wird. Gleichzeitig liegen oft 5—6 Glocken im kleinen Wasserbecken und weitere 10—12 Perso­nen lauern darauf, um statt einer heraufgezogenen Glocke schnell ihre eigene hinunterlassen zu können. Manchmal sind Stunden zum Füllen einer Kanne notwendig, wenn sich viele beim Brunnen sam­meln. Gewöhnlich sind 15—20 Personen am Brunnen beschäftigt, was ein interessantes, bewegtes Bild abgibt. Die Umgebung des Brunnens ist ein beständiger Kampfplatz um das tägliche kleine Wasserquantum. Nach der Aussage der Einwoh­ner hört dieser Kampf um das Wasser nie auf, sondern dauert Tag und Nacht, Winter und Sommer ununterbrochen fort.

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