Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez

81 Dr. J. Noszky: Beiträge zur Kenntnis der Hydrologie des Ipoly-Tales Die Erosion konnte sich an den gegen das rapid sinkende Be­cken des Kleinen Alföld steil abfallenden Teilen natürlich sehr kräf­tig betätigen. Sie konnte in kurzer Zeit viel lockeres Material aus den von Andesitdecken umschlossenen inneren Gebieten heraus­transportieren, wodurch auch die Erosionsbasis der konsequenten Nebentäler des Haupttales rasch herabgesetzt wurde. Diese konnten dann auch ihrerseits ihre Einzugsgebiete energisch angreifen und sich besonders im N tief in die Andesitdecken des Osztrovszki-Ge­birges einschneiden. Das heutige mittlere Ipoly-Tal gestaltete sich demnach im jün­geren Miozän aus, als zugehöriger Teil seines in die Senke des Klei­nen Alföld von O einmündenden Urflusses. Hierauf deuten die aus­gedehnten Reste von Schotterdecken und Deltas, die unterhalb Ipolyság, bei Visk und auch noch an mehreren Punkten zu beobach­ten sind, und von den Wiener Geologen in das Sarmatikum gereicht wurden. Seither wurden dort noch immer keine systematischen, de­taillierten geologischen Aufnahmen durchgeführt, überhaupt dürfte kaum irgend ein Geolog oder Geograph diese Gegend besucht haben; in der Literatur wenigstens sind keinerlei Angaben hierüber zu fin­den und so ist einstweilen in dieser Frage jede genauere Feststel­lung schwierig. Man kann sich leicht den Urfluss vorstellen, wie er nach dem Sarmatikum auf dem heute zwischen Garam und Ipoly befindlichen niedrigen Hügelland, resp. hoch über demselben noch eine Zeit lang — durch das Pliozän hindurch — den pannonischen Binnenseen des heutigen unteren Garam—Nyitra-Laufes zufloss. Hier brachte näm­lich die Erosion kaum 100 m betragende Höhendifferenzen zustande, wogegen man im oberen Lauf in demselben Zeitraum mit Abtragun­gen von mehreren hundert Metern rechnen muss. Die Ausgestaltung des heutigen Ipoly als eines Nebenflusses der Donau erfolgte erst nach dem Pliozän: im Pleistozän und zwar nicht früher, als in dem Zeitpunkt, wo die Visegráder Donauenge und mit ihr die moderne Donau bereits ausgebildet war. Da geschah es, dass es einem in NNW-licher Richtung sich rückwärts einschnei­denden Nebenfluss der Donau gelang, über die bei der Ortschaft Szob gelegene Wasserscheide das niedrige Andesit- und Lei­thakalk-Högelland zu durchsägen (wobei auch die jüngeren Sen­kungen des Börzsöny-Gebirges eine bedeutendere Rolle gespielt ha­ben dürften) und über die Ausfüllung des am Westfluss des Bör­zsöny-Gebirges gelegenen, mittelmiozänen Beckens rasch aufwärts Hidrológiai Közlöny XIV 6

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