Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez
82 Dr. J. Noszky: Beiträge zur Kenntnis der Hydrologie des Ipoly-Tales dringend, den Uripoly zu erreichen und — nach dem Ausdruck der Geographen — zu köpfen. Das tiefere Niveau und stärkere Gefälle diese Flusses riss das Wasser zu sich und zwang es in S-licher Richtung zu fliessen. Der von der Köpfungsstelle W-lich gelegene Abschnitt des Uripoly-Flusses versiegte dann infolge Wassermangels und auch ein Teil seiner Nebenflüsse (bis zu dem in 22 h Richtung streichenden Tal des Bur-Baches) schloss sich dem neuen Ipoly an. Die weiter W-lich gelegenen Täler, so auch das ziemlich grosse des Szikince-Baches schalteten sich in das Wassersystem des in Entstehung begriffenen Garam-Flusses ein. Ähnliche Kapturen, Köpfungen erfolgten — wenn auch in kleinerem Mass-stab — an mehreren Stellen der Börzsöny- und Vise-gráder Gebirge. So ist z. B. auch die Richtung und Entwicklung des Katalin-Tales jenem des Ipoly-Flusses sehr ähnlich. Auch dieses hat seinem Ursprung heute im Osten, am Fuss des Naszál-Berges, im oligozänen Hügelland und durchbricht die aus Andesit bestehenden Höhen von O gegen W, also in entgegengesetzter Richtung mit der Donau fliessend. Seine frühere Erosionsbasis, wie auch jene der von Cholnoky 1 im Gebiet von Dömös —Pilismarót nachgewiesenen alten Täler lag im W, im sinkenden Gebiet des Kisalföld. Alle wurden in ähnlicher Weise, wie der Ipoly-Fluss, im Altpleistozän durch von S gegen N oder ungekehrt sich zurückschneidende kurze, jedoch durch starkes Gefälle ausgezeichnete Nebenbäche der Donau allmählich geköpft und dem System derselben einverleibt. In obigen Ausführungen versuchte ich das Problem der Entstehung des Ipoly-Flusses — soweit dies möglich war — zu skizzieren. Sehr hinderlich war hierbei die Tatsache, dass gerade vom kritischesten Abschnitt der Köpfung, namentlich von der Gegend von Ipolyság genauere Angaben fehlen und diese Gebiete für uns heute unzugänglich sind. Das Problem kann demzufolge noch nicht als gelöst angesehen werden. Immerhin sprechen die bisherigen Angaben und Beobachtungen auf Grund bekannter Analogien eindeutig für den oben geschilderten Werdegang. 1 Morphologia. (Budapest, 1926. pag. 74—75.)