Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez

71 Dr. J. Noszky: Beiträge zur Kenntnis der Hydrologie des Ipoly-Tales Zeugnis der Stratigraphie in diesem als „Median Mass" geltenden Gebiet unseres Landes nicht. Als Resultante der beiden verschiedenen Faktoren, namentlich der Reaktion des seitlichen Druckes und der eigenen sinkenden oder steigenden Bewegung konnten ausser den gewaligen, wahr­scheinlich schon frühzeitig entstandenen Brüchen stellenweise auch Aufwölbungen zustande kommen. So konnte A. Vendl 1 am SO-lichen Fuss des Börzsöny-Gebirges, in der Donauenge auf Grund des ent­gegengesetzten Einfallens der an den beiden Seiten der Donau an­stehenden oligozänen und darüber gelagerten mittelmiozänen Schichten eine antiklinalartige Emporwölbung feststellen. Eine ähnliche, in den grossen Formen zum Ausdruck kom­mende, bedeutendere Emporwölbung ist — wie auch aus den beige­gebenen Profilen ersichtlich — in den höheren oligozänen und den darüber gelagerten miozänen Schichten festzustellen. Diese Aufwöl­bung hatte dann Hand in Hand mit anderen Faktoren tiefgreifende hydrographische Folgen. Die abfallenden antiklinalen Flügel dieser annähernd SW —NO-lich streichenden Wölbung werden im S vom Cserhát, im N vom Osztrovszki-Gebirge gebildet, da die jüngeren miozänen Schichten derselben tief unter das Gelände versanken. Es erleidet folglich vom genetischen Gesichtspunkt keinen Zweifel, dass das Gewölbe in erster Linie durch ein mit Brüchen verbunde­nes Sinken zustande kam. Das antiklinale Gewölbe —• in dessen Achse der mittlere Lauf des Ipoly-Flusses liegt — stellt heute der alten Beckenausfüllung und den von beiden Seiten kommenden konsequenten Nebentalun­gen entspechend eigentlich ein beckenförmiges, in tiefster Lage be­findliches Detail dar. Ein Blick auf die geologische Karte oder auf die Profile I —II zeigt sofort, dass dieser Talabschnitt im Gegensatz zum äusseren morphologischen Anschein im wesentlichen den Cha­rakter eines Horstes besitzt. In der Mitte des Beckens tauchen ja die tiefsten, ältesten Schichten empor. Die die Flügel aufbauenden jüngeren Schichten entfallen bereits auf die Synklinale und bilden sie auch heute Höhen, so ist dies dadurch bedingt, dass sie vorwie­gend aus härterem vulkanischem Material bestehen, im Gegensatz zu den an der Talsohle liegenden, weichen, resp. lockeren höheren Oligozän- etc. Schichten. Kleinere und minder bedeutsame, jedoch ganz eigentümliche : l A Magyar Középhegység schlier-rétegei. (A debreceni Tisza I. Tud. Társ. II. oszt. munkái, III. pag. 81—128.)

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