Hidrológiai Közlöny 1933 (13. évfolyam)
Vitális Sándor dr.: Sikondafürdő és környékének hidrogeológiai viszonyai
Die hydrogeologischen Verhältnisse des Bades Sikondafürdő und seiner Umgebung. Von Dr. Sándor Vitális. 1 (Mit 3 Textfiguren und 8 Photographien.) Das Bad Sikondafürdő liegt im Komitat Baranya, an der Nordseite des Mecsek-Gebirges, im gleichbenannten Wald der zur Kathedrale von Pécs gehörigen Domäne, neben der Landstrasse Pécs - -Kaposvár, kaum 20 km von Pécs und 4 km von der Eisenbahnstation Magyarszék entfernt. Die Geschichte der Entstehung dieses jüngsten Heilbades von Rumpfungarn möchte ich im folgenden kurz schildern. Von der Salgótarjáni Köszénbánya Részvénytársaság (Salgótarjáner Kohlenbergwerk A. G.) wurde im Sikonda-Wald in 1927-1928 eine Schürfbohrung auf Kohle niedergeteuft, durch die am 17. Januar 1928 in einer Tiefe vom 318 m eine Therme erschlossen wurde (siehe Photo No. 3). Der Forstrat der Domäne, A. Kolossváry erkannte die nationalökonomische Bedeutung der Therme und schritt mit erstaunlicher Begeisterung und Energie ans Werk, diesen zufällig in den Besitz der Domäne gelangten Schatz zur Errichtung eines Heilbades zu verwerten. Die provisorische Analyse, die im Jahre 1928 durch Oberinspektor Krafft, dem Chefchemiker der Első Dunagőzhajózási Társaság (Erste Donaudampfschiffahrts Gesellschaft) ausgeführt wurde, erbrachte den Beweis, dass man hier einer Heilquelle gegenübersteht. Aus diesem Grunde liess Kolossváry noch in 1928 ein kleines, provisorisches Bassin einrichten, in welchem im Sommer dieses Jahres ca. 18,000 Personen badeten. Da bereits diese provisorischen Resultate für die weiteren Pläne die schönsten Aussichten eröffneten, erhielt ich von der Domäne 1 Vorgetragen in der Hydrologischen Sektion der Ungarischen Geologischen Gesellschaft am 22. Februar 1933.