Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

64 Ludwig Varga werden. Dieser Zustand dauert aber nur kurze Zeit, da der Schlamm als­bald die Temperatur der Wassermengen übernimmt. Bei lang andauernder Winterkälte kommt es auch vor, dass der See sich mit einem 40—60 cm dicken Eispanzer bedeckt. Das wenige flüs­sige Wasser kann bei solchen Gelegenheiten eine derartige Konzentration seines Salzgehaltes erreichen, dass seine Temperatur unter 0° sinken kann. So zeigte z. B. im Winter 1929 das unter 56 cm dicken Eis hervorbrechende Wasser eine Temperatur von —0.8° C. Solche Verhältnisse kommen also nur in ganz flachen Seen, so im Fertö-See vor. 2. Die Veränderungen der Hydrogenionkonzentration (pH) des Fertö-Seewassers. Der Fertö-See ist ein echter Tiefland-Natronsee. Für seine chemi­schen Verhältnisse ist es sehr charakteristisch, dass nach einer alten Sage das Wasser des Sees ursprünglich vollkommen süss war und erst im Jahre 1728 plötzlich salzreich geworden ist. Die Volkssage lässt sich vielleicht darauf zurückführen, dass um diese Zeit wieder eine Austrocknungsperiode eingetreten war, durch welche natürlich der schon ursprünglich ziemlich hohe Salzgehalt des Sees plötzlich auffallend gesteigert wurde. Die chemischen Verhältnisse wurden schon ziemlich lange her untersucht. Nach den ältesten chemischen Angaben (Kis, Ende des XVIII. Jahr.) sind im Wasser des Fertö-sees 77% Glaubersalz, 8°/o Kochsalz und 15% Soda gelöst. Die Untersuchungen von Würtzler (1830), Sigmund (1835), Krzisch und Sdndorfy (1847) führten zu ganz anderen Resultaten. Keiner von ihnen konnte die Befunde der früheren Fachmänner bestätigen. Daraus können wir wohl mit Recht schliessen, dass sich die chemische Zusammensetzung des Fertö-Seewassers seither verändert hat. Die che­mischen Bestandteile sind aber nicht nur zeitlich, sondern auch örtlich ver­schieden. Im ungarischen Text führe ich zwei Untersuchungen an, die auf den Analysen von mehreren Stellen genommener Wasserproben basieren. Die Proben für die erste Serie (1902) wurden von 3 Stellen, für die zweite (1903) von 7 Stellen genommen; in der letzteren sind die Minimal- und Maximalwerte angegeben. Man glaubt, dass diese Verschiedenheiten auf die vielen Grund­quellen zurückzuführen seien. Den neuesten hydrographischen Unter­suchungen gelang es jedoch nicht, solche Grundquellen nachzuweisen. Die durch längere Jahre hindurch gemessenen pH-Werte, welche elektrometrisch mit Chinhydron-Elektrode gemessen wurden, sind aus der Tabelle 4 und dem Diagramm 4 ersichtlich. Hier geht es hervor, dass die Hydrogenionkonzentration des Wassers starken Veränderungen unter-

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