Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
65 L. Varga: Die physikalisch-chemische Verhältnisse von d. Fertö-See worfen ist. Die mit Schilf begränzten „Lachen" sind im Winter und im Frühjahr alkalischer, als die offenen Gewässer, im Sommer und Herbst hingegen weniger alkalisch, als die letzteren. Die Azidität wird haupsächlich durch die Assimilation der untergetauchten Pflanzen und durch die Zersetzung des Schlammes (echte Gyttja) beeinflusst. Sie wird nur durch die länger andauernden Winde ausgeglichen. Die Wasserstoffionenkonzentration erreicht ihr Maximum im allgemeinen im Sommer und ihr Minimum im Winter. Es wurden pH-Werte von 6.24 hinauf bis 8.98 gemessen, wofür bei tieferen Seen kein Beispiel bekannt ist. Sogar der Balaton-See besizt das ganze Jahr hindurch einen gleichmässigen und ständigen pH-Wert (8.62). Auch die Verdunstung spielt bei der Gestaltung der pH-Werte eine grosse Rolle . Unter sehr dickem Eis kann die pH sehr niedrig sein, also eine sauere Reaktion aufweisen. Ist aber die Eiskruste dünn und durchsichtig, so kann der Phyto- und Zooplankton ungestört weiterleben, und die pH kann sogar ein Steigen aufweisen (z. B. im Jänner 1930). 3. Die Veränderungen der elektrischen Leitfähigkeit. Diese wurden nach der Methode von Kohlrausch durch eine Wheatsfone-Brücke, mit einer Tauchelektrode, gemessen. Das Leitvermögen zeigt im Fertö-See sehr hohe Wefte, die auf die grosse Menge der im Wasser gelösten Elektrolyten hinweisen. Die Werte der spezifischen Leitfähigkeit sind in der Tabelle 4 und die Veränderungen im Grafikon 5 dargestellt. Aus diesen lässt es sich unschwer beurteilen, welch grosse Veränderungen das Wasser des Sees auch in dieser Hinsicht aufweist. Zu gleicher Zeit ist das Leitvermögen in den Lachen ganz anders, wie in den offenen Gewässern. Das Maximum fällt auf den Sommer, das Minimum hingegen auf den Winter. Auch im Februar 1929 trat ein interessantes Maximum auf, doch war dies nur eine Ausnahme, verursacht durch die starke Konzentration des Wassers unter dem enorm dicken Eispanzer. Hat der See einen grösseren Wasserstand, so sind die Veränderungen des Leitvermögens bedeutend geringer. Vergleichen wir nun die Grafikone der Wasserstoffionkonzentration und der Leitfähigkeit, so sehen wir deutlich, dass die Hauptmaxima und Minima vollkommen parallel verlaufen und die dieselbe Zeit fallen. Auch die grossen Veränderungen der elektrischen Leitfähigkeit des Wassers zeigen deutlich die grosse Unbeständigkeit des Fertö-Sees, der 5