Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
62 Ludwig Varga und Bali (Wolfs). Diese Lache ist nach allen Seiten von Schilfrohr begrenzt und nur durch die Kanäle der Fischer zugänglich. Es wurden die Temperaturen der Wasseroberfläche, des Wassers in 40 cm Tiefe und der Schlammoberfläche, sowie der Luft (50 cm über dem Wasser im Schatten) gemessen. Der Kahn wurde natürlich an einer Stelle befestigt, so dass alle Faktoren an derselben Stelle gemessen wurden. Die gefundenen Resultate sind in der Tabelle 1 und dem Grafikon 1 dargestellt (siehe den ungarischen Text). Aus diesen sehen wir, dass die Temperatur der Wasseroberfläche an einem Tag um fast 5° C schwanken kann. Zweimal, und zwar in den frühen Vormittagstunden und in den Stunden nach Mitternacht wird die Temperatur des Wassers und des Schlammes gleich. Von 4 bis 9 Uhr ist aber der Schlamm wärmer, als das darübergliegende Wasser. Ausserdem sehen wir, dass die Temperatur des Wassers (sowohl an der Oberfläche, als auch in 40 cm Tiefe) der Temperaturen der Luft folgt u. zw. mit einer Verspätung von 2 — 3 Stunden. D) Am 31. Juli und 1. Aug. 1931 wollte ich untersuchen, wie diese Verhältnisse sich im offenen See gestalten. Von einem an einer Stelle befestigten Kahn mass ich die Temperaturen derselben Faktoren und ausserdem noch die Temperatur des Schlammes in einer Tiefe von 10 und 25 cm, die letzteren aber nicht in jeder, sondern nur in jeder dritten Stunde. Die Resultate sind in der Tabelle 2 und im Grafikon 2 dargestellt. Aus diesen Angaben lassen sich ohne Weiteres die folgenden Schlüsse ziehen: 1. Die Temperatur des Wassers und des Schlammes weisen während eines Tages vielfache Veränderungen auf. 2. Die Temperatur des Schlammes ist in seiner ganzen Tiefe veränderlich. 3. Die Temperatur des Wassers folgt der Temp, des Luft. Doch hat auch die Sonnenbestrahlung ihre Wirkung, was am besten zur Zeit der störenden Winde beobachtet werden kann. 4. Im Wasser des Sees sind vertikale und horizontale Strömungen zu beobachten, welche durch die Temperaturveränderungen des Wassers verursacht werden. Sie kommen aber nur bei Windstille vor, wen nämlich ein Wind von mittlerer Stärke, so wird das Wasser bis zum Boden aufgewirbelt, mit Schlamm vermischt, wodurch die Temperatur der ganzen Wassermenge egalisiert wird. Das kann man bei länger andauernden Winden immer beobachten. 5. Die Temperatur des Wassers ist sogar innerhalb eines Tages Veränderungen unterworfen. Diese Veränderungen betreffen nicht nur