Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
Erinnerung an Dr. Hugó Böckh von Nagysur. von Heinrich Horusitzky. Hugo von Böckh brachte schon bei seiner Geburt die Anlagen zum Naturforscher mit sich. Sein Stammbaum hat zahlreiche hervorragende Naturforscher aufzuweisen. Sein Talent zur Geologie erbte er von seinem Vater, weil. Johann v. Böckh, dem einstigen Direktor der kgl. ung. Geol. Anstalt und entwickelte es zu einem umfassenden, enormen Wissen, das ihn unter die auch international anerkannten führenden Persönlichkeiten der ungarischen Geologie erhob. Er wurde in 1874 in Budapest geboren, wo er auch seine Studien z. T. absolvierte. Das Doktorat erlangte er in München, wonach er zwei Jahre hindurch am Polytechnikum Budapest als Assistent tätig war. Im Jahre 1899 wurde er zum Professor an der Berg- und Forstakademie zu Selmecbánya (Schemnitz) ernannt, in welcher Eigenschaft er ein Lehrbuch der Geologie in zwei Bänden für die Hochschüler verfasste. Nach 10 Jahren wurde er in das kgl. ung. Finanzministerium eingeteilt, wo er alsbald im Range eines Unterstaatssekretärs die Leitung einer selbständigen Klasse übernahm. In 1921. legte er sein Amt nieder und trat in die Dienste der Anglo-Persian Oil Company. Er führte eine internationale Kommission von Fachleuten durch die Ölfelder von Irak und Mesopotamien. Nach einer Abewesenheit von 8 Jahren kehrte er nach Ungarn zurück, liess sich im Staatsdienst reaktivieren und übernahm sein väterliches Erbe: die Direktion der kgl. ung. Geol. Anstalt. Als Direktor war er 2 Jahre tätig. Seine Tätigkeit war hauptsächlich auf die praktische Geologie, speziell auf die Kohlenwasserstoff-Forschungen gerichtet. Er erbrachte als erster den Nachweis, dass sich das von Baron Eötvös erfundene Torsionspendel auch bei praktischen geologischen Forschungen verwenden lässt. Mit Hilfe dieser Methode entdeckte er mehrerenorts die Ölfelder. Als Organisator und Administrator war er besonders hervorragend, und in seinen Arbeitsleistungen als Beamter fast unerreichbar. Mit seinem Tod erlitt nicht allein die ungarische Geologie einen unersetzlichen Verlust, sondern diese Wissenschaft betrauert in ihm eine auch im internationalen Verhältnis hervorragende Persönlichkeit. Seine literarischen Arbeiten umfassen 39 Werke und Abhandlungen, die in ungarischer, deutscher, französischer und englischer Sprache erschienen sind. Er verschied am 6. Dezember 1931.