Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
Über die Radioaktivität der Säuerlinge von Balatonfüred. Von J. Weszelszky. Balatonfüred am Westufer des Sees war schon Mitte des XVIII. Jahrhunderts ein Badort auf Grund seiner Kohlensäurehaltigen Quellen. Sein erstklassig ausgestattetes Sanatorium, seine anerkannten Ärzte haben seine Bedeutung seither noch fortwährend erhöht. Die Quellen steigen nach den Feststellungen Zoltán Schröters längs eines Longitudinalbruches empor, wahrscheinlich an einer Stelle, wo dieser Längsbruch durch einen Querbruch gekreuzt wird. Das wasserliefernde Gestein ist der permische rote Sandstein, auf den sich unmittelbar die Werfener Schiefer lagern. Der durchschnittliche Ertrag der Quellen belief sich in Januar 1893 auf je 19—20 hl in der Stunde. Das Wasser wurde 1910 durch Wilhelm Hankó analysiert (siehe Tabelle 1 des ungarischen Textes). Zwischen dem 6—10 Januar untersuchte ich an Ort und Stelle den Radiumemanation-Gehalt des Wassers und fand bei der Quellen Ferenc József 16.4 Eman 4.52 Mache-Einheiten im Liter Lobogó 16.2 „ 4.43 Ősforrás 11.5 „ 3.16 Savókút 10.1 „ 2.78 Nach den obigen Angaben enthält das Wasser der Balatonfüreder Quellen, Radiumemanationsmengen, die den durchschnittlichen Gehalt der kalten Säuerlinge überschreitet. Dies ist zweifellos auf den Fe203-Gehalt des permischen Sandsteins zurückzuführen. Nach den Untersuchungen O. Hahn'-s besitzt das Fe-203 die Fähigkeit viel Radium zu binden, wobei das in dieser Weise gebundene Radium im Stande ist, über 90°/o der daraus hervorgehenden Emanation an die Umgebung weiter zu geben. Der das Durchschnittliche überschreitende Radiumemanation-Gehalt der Balatonfüreder Säuerlinge stammt also nach meiner Annahme aus dem durch das Wasser heraufbeförderten Radium, das von dem an der Oberfläche des permischen Sandsteins befindlichen Fe2Ü3 gebunden wurde.