Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
118 A. Jendrassik und K. Bolberitz ganz einwandfrei. Die weitaus häufigste Plage bildet der Eisengehalt, seltener in Verbindung mit Mangan. Noch seltener kann die Härte beanstandet werden und sie erreicht nirgends besonders unliebsame Grössen. Merkliche Korrosions-Eigenschaften des Wassers wurden nur von zwei Wasserleitungen gemeldet; in beiden Fällen bei Wasser, welches aus Tiefbohrungen stammt. Verunreinigungs-Möglichkeiten kommen wie es auch nicht Anders zu erwarten ist bei Tiefbohrungen nicht vor und treten auch sonst nur in vereinzelten Fällen auf und auch dann mehr nur als Andeutungen. Eine besondere Gruppe bezüglich der Beschaffenheit des Wassers bildet die direkte Verwendung von Oberflächenwasser, wo das Wasser nur wegen der Verunreinigung beanstandet werden kann, welche fast immer der Fall ist. Die Behandlung des Wassers passt sich natürgemäss den vorhandenen Fehlern an, ohne dass sie schon überall vollständig beseitigt währen. Demgemäss findet in den zahlreichsten Fällen Enteisenung statt, oft aus Notwendigkeit mit Entmanganung verbunden. In einigen Fällen muss Chlorierung angewendet werden, künstliche Filtrierung, mit einer Ausnahme wird nur bei der direkten Verwendung von Oberflächenwasser benutzt. Wenn man die geographische Verteilung der verschiedenen Arten der Wasserbeschaffung betrachtet, merkt man, dass die verhältnissmässig häufige Verwendung von Tiefbohrungen für diese Zwecke durch die besonderen Umstände des ungarischen Flachlandes bedingt wird. Oberes Grundwasser ist an dieser Hälfte des Landes spärlich und von schlechter Beschaffenheit, Quellen und Teiche fehlen vollständig, wasserreiche Bächer oder gar Flüsse sind auf weiten Strecken nicht zu finden. Dadurch war man an den meisten Orten auf Tiefenwasser angewiesen. Noch ein Glück, dass beinahe überall in nicht allzugrossen Tiefen ausgiebige Mengen von Wasser vorhanden sind, die auch sehr oft über den Boden steigen. Grössere Mengen und besonders artesisches Wasser sind aber oft nur aus sehr grosen Tiefen (200—400 m) erhältlich. Immerhin hat die Kostspieligkeit der Tiefbohrungen auf die Wasserversorgung dieser Gegenden einen sehr nachteiligen Einfluss ausgeübt und die meisten Städte ohne zentralen Wasserversorgung liegen auf der Tiefebene. Wie schon erörtert, wäre in vielen Städten, die keine zentrale Wasserversorgung besitzen, vom Standpunkt der Wasserabnahme, die in erster Reihe von der Grösse und Dichte der Bevölkerung abhängt, die Einführung von Wasserleitungen stark befürwortet. Auch die Versorgung der dicht beisamen liegenden Sommerfrischen am Balaton mit einer oder mehreren Gruppenwasserleitungen wäre sehr erwünscht. Lei-