Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

Die Wasserleitunsen Ungarns 119 der aber stösst die Gründung neuer Wasserleitungen wegen den un­günstigen Wasserbeschaffungsmöglichkeiten oft auf grosse Schwierig­keiten. Dass schon bei den bestehenden Wasserleitungen ungewönliche Schwierigkeiten zu überwinden waren, die von den ungünstigen mete­orologischen (geringe Niederschlagsmengen) und geologischen Verhält­nissen des Landes bedingt sind, zeigt, dass in Ungarn nur bei 18% der Wasserleitungen Quellen: diese billigste Art der Wassergewinnung dienstbar gemacht wurden ,während bei 54% die Verwendung von kost­spieligen Tiefbohrungen sich notwendig erwies. Es kann mit Sicherheit gefolgert werden, dass bei der Versorgung der Städte, welche bis jetzt noch keine Wasserleitungen besitzen, die Verwendung von Quellen in noch kleinerem Prozentsatz erfolgen kann und Tiefbohrungen noch häufiger sich notwendig erweisen werden. Trotzt dieser Schwierigkeiten wird die Einführung zentraler Wasserversorgung in den meisten Städten möglich sein. Das benötigte Wasser kann in diesen Orten voraussichtlich zu­meist auf 3 Wegen erlangt werden: 1. Die Städte, welche neben Flüssen oder Seen liegen, können durch dicht an die Ufer angelegten Brunnen das natürlich filtrierte Wasser der Flüsse, Seen, oder dasselbe mit vor­handenen oberflächlichen Grundwassergemischt verwenden. 2. Die gleichen Städte können direkt das künstlich filtrierte und chlorierte Wasser der Flüsse oder Seen verwenden. 3. In wasserarmen Gegenden werden für genannte Zwecke meist Tiefbohrungen notwendig sein. Die Reihenfolge der verschiedenen Wassergewinnungsarten wurde absicht­lich so gewählt, weil nach unserer Meinung, besonders vom wirtschaft­lichen Standpunkte, die Vorteilhaftigkeit der Wassergewinnung in dieser Richtung abnimmt. Von den mit Wasserleitung nicht versorgten Städten liegen ungefähr 40% in der Nähe von Flüssen. Diese könnten, wenn die natürlichen geologischen Grundlagen vorhanden sein sollten, die erste Art der Wassergewinnung am vorteilhaftesten benützen. Wenn dieses aus irgendeinem Grunde nicht angängig ist, kann man zur zweiten Art der Wassergewinnung, zur direkten Verwendung von entsprechend be­handelten Oberflächenwasser greifen. Wo Oberflächenwässer fehlen, namentlich auf der grossen Ebene, wird man Tiefbohrungen verwenden müssen. Die zweite Art der Wasserbeschaffung, direkte Verwendung von Oberflächenwasser, ist bei uns wenig entwickelt. Bis jetzt haben wir nur zwei Wasserleitungen dieser Art. Aber gemäss den günstigen Resul­taten, welche bei den amerikanischen Wasserleitungen gemacht wurden, welche zum grossen Teil Oberflächenwasser verwenden, steht dieser Art der Lösung nichts im Wege. Durch die vorerwähnten drei Arten der Wasserbeschaffung sind natürlich nicht die anderen Möglichkeiten aus-

Next

/
Thumbnails
Contents