Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
Die Wasserleitunsen Ungarns 117 Wichtig erschien uns auch die Verteilung der verschiedenen Arten der Wassergewinnung im Zusammenhang mit der Beschaffenheit des gewonnenen Wassers und mit der sich eventuel notwendig erweisenden nachträglichen Behandlung festzustellen. Diese Daten können gewissermassen als Wegweiser dienen bei der Auswahl der Wasservorräte, die im Falle der Weiterentwicklung der zentralen Wasserversorgungen mit günstigen Aussichten verwendet werden könnten. Aus dieser Zusammenstellung sieht man zunächst, dass Quellen, die bequemste und billigste Möglichkeit der Wasserbeschaffung, bei uns in sehr geringer Zahl für Wasserleitungen benutzt werden. Insgesamt 3 Quellen sind zu diesem Zwecke nutzbar gemacht, wovon eine nur mit Tiefbohrungen zusammen die nötigen Wassermengen liefert. Allerdings gibt es noch einige Quellengebiete, welche mit ausgedehnten Brunnen- und Sickerungsanlagen verwendbar gemacht werden ,diese können aber nicht mit voller Eindeutigkeit zwischen die Quellen eingereiht werden, weil sie auch fliessendes Grundwasser mitfassen. In weit grösserer Zahl wird der Wasserbedarf durch die Verwendung der oberen Grundwasserschichten gedeckt und in noch zahlreicheren Fällen war es notwendig, zur Beschaffung des Wassers zu Tiefbohrungen zu greifen (was meistens die teuerste Art der Lösung ist). Es sind auch Kombinationen zwischen beiden Systemen in grösserer Zahl vorhanden. Qberflächenwasser wird direkt nur bei zwei Wasserleitungen verwendet. Wenn man aber die Fälle, wo die Gewinnung des Wassers aus den oberen Grundwasserschichten geschieht, näher betrachtet, sieht man, dass man bei 4 Wasserwerken (Budapest, Újpest, Vác und Albertfalva) mit gutem Recht auch von natürlicher Filtrierung des Donauwassers sprechen kann, da die Brunnen dicht am Flussufer liegen. Es bleiben mithin nur 5 Wasserwerke übrig, welche ausschliesslich ungemischtes oberes Grundwasser verwenden. Der Grund dieser kleinen Beteiligung wird warscheinlich darin liegen, dass diese Wasserschichten nur an wenigen Stellen für Wasserleitungszwecken geeignet sind. In den meisten Fällen musste man zur Beschaffung des Wassers tiefere Schichten erbohren. Es werden bei 17 Wasserleitungen Tiefbohrungen verwendet, 11 werden durch solche allein, 6 zum Teil bedient. Es kann im Allgemein festgestellt werden, dass in Rumpfungarn die kleine Zahl der Quellen, die oft ungünstige Beschaffenheit des oberen Grundwassers die Verwendung von Tiefbohrungen in sehr vielen Fällen notwendig machen. Die andersartige Lösung, Verwendung von Oberfiächenwasser ist bei uns wenig gebräuchlich. Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, ist das so gewonnene Wasser welcher Art auch die Gewinnung sein mag, sehr oft (ungefähr zu 50°/o) nicht