Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 181 Kalzit, izländischem Spat, und mit kristallinischem Dolomit ausgefüllt sind. Derartige ausgefüllte Spalten finden wir auch weiter unten mit Pyriteinlagerungen. Zwischen der Villa-Matyó und dem alten Hotel finden wir wiederum densteil aufge­stellten, gefalteten, schuppenartig aufeinander geschobenen, zonenartig zertrüm­merten Schiefer, der eher dem Triasschiefer, als dem Carbon-Dachschiefer gleicht. Bei der Abzweigung des linksliegenden Nebentales, über dem alten Hotel folgt in dem Liegenden die ganz flache Falte eines kalkigen Dolomites, dessen Synklinale wieder auf grünliche Schiefer hinaufläuft. In diesem Dolo­mit befindet sich die einmal schon erwähnte wassergefüllte Höhle bei dem steilen tektonischen Abhang. Im Liegenden finden wir steilen porphyritischen Schiefer Antiklinale mit Quarzit Einlagerungen; auf diese lagert sich, unter starker, entgegengesetzter Böschung, ein bankförmiger Kalkstein der dem durchgebohrten sehr ähnlich ist mit der unteren Quelle des Szinva-Baches. An der Grenze des Kalksteines und einer Schieferschuppe kann man einen erz­haltigen Quarzitgang finden, den man schon durch einen Stolle untersucht hat. Die dolomitreiche Kalksteinschuppe ist mit Schiefern bedeckt; über den beiden folgt, wie ich sehe, die durchbohrte Kalksteinschuppe, (von der Seite des sogenannten Létrás) mit ihrer dolinenreichen Kalksteindecke, die in der Richtung von JÁVORKÚT (Jávor-Brunnen) zu verfolgen ist. An dem senk­recht geschichteten Kamm von FEHÉRKÖLÁPA kann man gut sehen; dass diese Kalksteinschuppe schon an der rechten Seite des Szinva-Baches auf den Schiefer geschoben ist (Fig. 3.), Ob sie mit dem Kalkstein an den unteren grossen Quellen des Szinva-Baches, an dem linksliegenden Bergrücken, über­einstimmt, konnte ich noch nicht erforschen. Von unseren Gesichtspunkt ge­nügt aber zu wissen, dass dort, wo das Szinva-Tal mit Kalktuff ausgefüllt ist, die kalkige Dolomitschuppe mit einer Schieferschuppe bedeckt wird; es ist noch eine unter 70° Böschung aufgestellte, durchbohrte Schuppe darüber ge­schoben, die sich in Form eines Kalkplateaus über dem Létrás ausbreitet. Die Behauptung von Z. SCHRETER kennend, nämlich, dass in dem Schieferbergwerk von Kisgyör auch im Bükk-Gebirge schuppenartige Struktur zu finden ist, sind die Schuppen und Überfaltungen des geschilderten Profils keine Seltenheiten und weisen auf die tiefdringenden grossen tektonischen Be­wegungen hin, die durch die allmächlich aufeinanderfolgenden jungen Verschiebun­gen auch in der letzten geologischen Vergangenheit zeitweise das Auf brechen aus grossen Tiefen her stammenden Lösungen und Exhalationen verursachen konnten. Dies waren die Gründe, welche mich zum Beginnen der Tiefbohrung in Lillafüred bewegten. Deren Richtigkeit beweist das in dem Schiefer durch die Bohrung erreichte, exotisch warme Wasser und Gas. Alle diese Daten rechtfertigen die weitere Bohrung.* •Auch an der Versamlung von der Hydrologischen Section vom 24. April, 1929. behauptete Ministerialrat FRANZ'BÖHM: „Nicht ein einziger Redner gab einer derartigen Ansicht Ausdruck, das man in Lillafüred bis auf technisch erreichbare Tiefe kein warmes Wasser erschlissen könne,, Es waren verschidene Ansichten bloss in Bezug auf den Ursprung des warmen Wassers.

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