Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
182 FR. PÁVAI VAJNA Die aufgezählten geologischen, Bohrungs- und Analisierungsdaten sollen gleichfalls als eine Antwort auf die polemischen Ansichten und Zeitungsartikeln gelten. Es gibt keine Erdkunde ohne Forschen, ohne dem könnten wir niemahls die Schätze der Erde erreichen. Es ist kein Fortschritt ohne das Wagen des Neuen. Vorkommende Negative von solcher Art vermitteln auch ein Wissen. HYDROGEOLOGISCHE STUDIEN ÜBER DIE WASSERERGIEBIGKEIT-MESSUNGEN BEI DEM ARTESER-BRUNNEN DER ST. MARGARETHEN-INSEL IN BUDAPEST. Von: Ing. L. MÁDAI jun.* — Mit 1 Textfigur. — Die durch WILHELM ZSIGMONDY in Jahren 1866—1867 durchführte Bohrung des Arteser-Brunnens hatte Verfasser dieser Studien-Messungen vollzogen, deren Resultate die folgenden sind: 1. Die Wasserergiebigkeit des Arteser-Brunnens beträgt in +14'60 m Niveau d. h. von dem heutigen +7-10 m Inselniveau gerechnet bei einem in einer Höhe von 7-5m mündenden Steigrohr im Durschnittswerte: 3240 m 3/24 Stunden. 2. Von den +7-10 m Inselniveau gemessen in einer 126 m Tiefe, also in einer Höhe von +5'85 m des Steigrohres hatte Verfasser durchschnittlich eine Wasserergiebigkeit von 10728 m 3/24 Stunden erhalten, undzwar in der Mittellinie der sogenanten ZsiGMONDY-schen Hauptabzweigstelle. 3. Von dem +7M0 m Inselniveau gerechnet in 8"2 m Höhe, also in einen +15-30 m Niveau floss das Wasser nicht ab, sondern blieb stehen. Laut diesem Ergebnisse liegt die hydrostatische Höhe + 1530 m, respektive von dem heutigen +710 m hohen Inselniveau gerechnet, in einer Höhe von 82 m. Aus vorigem ist ersichtlich, dass die hydrostatische Höhe bei einem Niveau von + 1530 m, von der Mittellinie der ZsiGMONDY-schen Hauptabzweigstelle (+5-85 m) 9-45 m beträgt. 4. Während der, durch Verfasser am 14. Nov. 1927 vorgeführten Messungen wurde der Mühlteich des St. Lukäcs-Bades abgelassen, und somit senkte sich das Niveau des Wasserspiegels um 1*7 m. Bei dem am 12. und 29. Dez. 1927 stattgefundenen Messungen hingegen war das Niveau des Mühlteiches ein regelmässiges. Da sich zwischen diesen zwei verschiedenen Niveaus des Mühlteiches gepflogenen Messungen kein Unterschied ergab, kann man die Schlussfolgerung ziehen, dass das Sinken oder Steigen des Mühlteichsspiegels auf dem Arteser-brunnen der St. Margarethen-Insel keinen Einfluss ausübt, das heisst, dass derMühlteich mitdemArteser-Brunnen in keiner hydrostatischen Verbindung steht. 5. Durch die seitens des Verfassers in den Jahren 1923—1929 — insgesamt 6 Jahren — im Kaiser-Bade gepflogenen Wassermessungen wurde * Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydr. Sektion der Ung. Geol. Gesellsch. am 29. Mai 1929.