Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 175 sehen ist (Fig. 1.), der, in dem Tale fliessende Szinva-Bach dieses alte und sich aus dem Wasser niedergeschlagene Sediment mit zurückschreiten­der Erosion fast auf einer 100 m langen Strecke weggewaschen hatte und bis zu den heutigen Tagen zertrümmert und nicht daran ge­baut hat. Es ist ohne Zweifel, dass das Wasser, das das Szinva-T a 1 zuerst auserodierte, nicht von solcher Natur und Zusam­mensetzung war, wie das, welches die früher auserodierte Talstrecke mit seiner präzipitierenden Kalkablagerung in 45 m Höhe aufgeschüttet hatte; das heutige, erodierende Wasser des Szinva-Baches ist wiederum ganz anders, wie das, welches das Strombett auch ohne Damm dick überzog und eine Ablagerung bildete. Dies ist eine Tatsache, die vor jedem Geologen und Geographen klar stehen muss, denn obwohl die zersprühenden Wassertropfen der Szinva bei den Wasserfällen eine kalkige Kruste über die Ge­steine und das Moos bilden und obwohl man diese Erscheinung auch an der rech­ten Seite des G a r a d n a-T als und bei anderen Kalktuffen des B ü k k-G e b i r g e s beweisen kann, so lassen doch die heutigen Quellen, die durch den Kalktuff fliessen, in dem Abschnitt zwischen den heutigen Quellen und dem Kalktuff kein Travertin und keine nennenswerten Inkrustationen ablagern. Beispiele liefern dazu die Quellen der Szinva und der G arad na (letzterer über­schreitet die alte Kalktuffterrasse, oder weicht ihr aus), deren Wässer mit der Luft vermengt in ihren Betten voraneilend, doch nie Ablagerungen oder Inkrustationen zustande bringen. Der Umstand, dass der S z i n v a­B a c h und andere Karstquellen auf der Oberfläche eine höhere Temperatur und Kohlensäure aufnehmen, durch porösen, lösbaren Kalktuffe fliessend, etwas Kalk lösen, den sie in den Wasserfällen, Stromschnellen zersprühend, die Felsen um­fliessend Kohlensäure verlieren und den kohlensäurehaltigen Kalk wieder auf die Steine, Moose etc. in der Form von Inkrustationen locker ablagern, das ist noch keine Kalktuff-Bildung und verändert nicht die Tatsache, dass die Wässer die alten chemischen Ablagerungen nicht bilden, sondern, im Gegenteile, zerstören. Die Erscheinung, dass heute dort ein kaltes, Kalktuff in grossen Mass-en nicht bildendes Wasser fliesst, wo es auch früher Wasser gab, will nicht bewei­sen, dass es damals Wasser von einer ganz ähnlicher Natur und Zusammensetzung war, wie das heutige: nein, es muss eben ganz anders gewesen sein! Das Wasser kann nur im Gefälle abwärts oder im Tale fliessen ; doch zufolge der langsamen tekto­nischen Veränderungen (Beweis dafür ist die unter den Wasserfällen der Szinva gebildete Reibungs-Brezzie !) in den geologischen Zeiten, wo, wann und wasfür Wässer aufbrechen oder hinunterfliessen, können wir nur ahnen, etwas näher kann es mit Hilfe der Sedimente bestimmt werden. Dies aber in Lillafüred beweist,

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