Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

176 FR. PÁVAI VAJNA dass das Wasser, welches den, durch den Szinva-Bach zerstörten Kalktuff hinterliess, von einer ganz anderen Zusammensetzung war, als das heutige Szinva-Wasser. Der Tuff ist zweierlei. Unten finden wir eine Art kalk­schlammigen, geschichteten Kalktuff (Anna-Höhle), darüber ist einehohlraumreiche, härtere, Baumrinden und meistens Buchenblätter in sich schliessende Tuffart, die aber noch immer nicht dem Kalktuff des B u d ae r-Q eb i rge gleicht. Wenn wir die Hohlräume der Anna-Höhle betrachten, sehen wir, dass die obere, ohne Zweifel jüngere Tuffart, nach unten immer mehr und mehr an die untere, geschichtete, kalkschlammige Tuffart herangewachsen ist; so können wir in der Kalktuffablagerung zwei Perioden unterscheiden, welche erkennen las­sen, dass auch während der Tuffbildung ein Unterschied in der Qualität des Wassers und in der Bildung des Sedimen­jes vorhanden war. In den höheren Tuffshichten, besonders wo wir bis zu den liegenden Gesteinen dringen können, wie im Laufe des versinkenden Baches dem obe­ren Wasserfall gegenüber, hinauf fast bis zur Tiefbohrung, kann man in Tuff bis zum Liegenden reichende, zickzackförmige, glatt gewordene, mit Tropfsteinen gezierte, kanalartige Höhlen finden. Diese Höhlen münden, — wie wir es in den Ausgrabungen zwischen dem P a 1 o t a-H o t e 1 und der Tiefbohrung gesehen haben, — in flache Trichter aus (manchmal von 10 m Durchmesser), in deren lockeren Tuffmassen schichtenweise, unendlich grosse Massen von kleineren und grösseren Erbsensteinen liegen (siehe Fig. 4. u. 5.). Nirgends so viele, als in Lillafüred! Die Erbsensteine zeigen oft konzentrisch-schaligen Aufbau und ent­halten in der Mitte einen fremden Gegenstand (oft Lythoglyphoides sp. Schnecken­haus), also leere, schwebende Schneckenhäuser, leichte Gegenstände, Tuff­krümen hat der aus dem Wasser sich abscheidende Kalk umhüllt. DasWasserwar also von solcher Natur, dass es an der Luft sich veränderte und mit dem gelösten Kalkkarbonat schwebende Gegenstände mit einerKruste überzog. So wurden die Erbsensteine oft nussgross. Solche Erbsensteine brin. gen der Garadna- und Szinva-Bach nicht zustande und wer­den nach ihrer Zusammensetzung auch nie zustande bringen können. In Lillafüred können wir eine noch mehr auffallende Erscheinung beobach­ten: das sind die Tropfsteine von der Anna-Höhle. D i e Anna-Höhle ist eine Seltenheit wegen ihrer zugänglichen, sich vielfach verzweigenden Kalktuffhöhle, ein Unikum der Tropfstein­bildungen, denn diese sind eigentlich keine Tropfsteine, sondern Kalcit­kristall-Reihen und -Drusen in höchst verschiedenen, aller schönsten Formen, die wir heute zu unseren Genuss studieren können, da uns das Sachver-

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