Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
174 FR. PÁVAI VAJNA den Tiefbohrungen von Lillafüred zwischen 397—407 m, b e i 466 m und bei 655 m in dem palaeozoischen Kalkstein ein 18° C warmes, aufsteigendes Karstwasser, zwischen 726-40—734-50 mein 28—32° C warmes (Grundtemperatur!), wenig, nicht aufsteigendes, stark alkalisches, sehr seltenes Wasser mit Borsäure und viel Nitro gen gefunden hat. Da das obere Wasser gesund und rein ist, kann es mit Trink- und Gebrauchwasser das tiefer liegende Hotel versehen. Die bisher wahrgenommenen Erscheinungen jedoch beweisen, dass auch ein anderes Wasser sich am Grunde des Bohrloches befindet, das durch das Durchbohren der tektonischen Linien hoffentlich zu vermehren ist und das gegen den Grund zu immer wärmer und wärmer wird. Diese Eigenschaft und das Nitrogengas geben ihm eine auftreibende Kraft. Es ist also ein alkalischwarmes, aufsteigendes, gashaltiges Wasser zu erwarten. So ist das Einstellen, sogar die 11 Monatlange Pause in der Bohrung gar nicht begründet. Besonders nicht dann, wenn wir in Betracht ziehen, dass das Erschliessen des warmen Wassers nur einen kleinen Teil der gesammten Anlagen kosten würde; dies wäre eine arbeitsgelegenheitgebende, bleibende Unternehmung und ein spezielles Heilwasser würde gewonnen. Nach meiner Ansicht ist diese Unternehmung, abgesehen von der rein wissenschaftlichen Forschung, — obwohl das Erschliessen der verborgenen Schätze Ungarns eine Pflicht ist — auch von finanzielen Standpunkt günstig, infolge dessen ist das Fortsetzen der Bohrung unbedingt wünschenswert. Die geologischen Verhältnisse. — Es ist fast unnötig, zur Unterstützung der Bohrung, auch geologische Beweisgründe zu nennen, da wir schon gesehen haben, dass in der Tiefbohrung von Lillafüred, — trotz den entgegengesetzten Meinungen — ist ein aufsteigendes Wasser und unten ein gasführendes Wasser, das einzig da steht. Die wissenschaftliche Seite der Sache betrachtend, will ich auch ein wenig besprechen. Vor allem muss ich feststellen, dass die untere Strecke des Szinva-Tales bei Lillafüred, mehr wie ein km lang durch einen porösen, eine grosse Menge erbsensteinführenden, hohlraumreiches Kalktuff ausgefüllt wird, der den Abdruck von vielen Baumstämme und Blätter, von wenigen kontinentalen, oder höchstens von Waldschnecken enthält Dieser Kalktuff ist am Ende des Szinva-Tales beim Hotel 45 m dick, bei der Bohrung noch immer 18"5 m und verjüngt über den letzten Villen. Abgesehen von dem vielfach bestrittenen Ursprung des Kalktuffes, müssen wir feststellen, dass dieses Gestein ein tieferodiertes Tal ausfüllt und wie es an dem beigefügten Bild zu