Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 173 vorherige Zusammensetzung des Wassers sich infolge des Auslöffelns ver­ändert hat, der, durch JENDRASSIK festgestellte Alkaligehalt hatte sich vermindert und die Hydrokarbonate und Karbonate waren vermehrt, Da die Abkühlung 6—8 U C, sogar 10° C war, können wir nicht sagen, dass das karbonatreiche Karstwasser hinter dem Schuh hineinfloss, es ist höchstens daran zu denken, dass das hätte man schon im Januar bemerken müssen; denn sei die Röhrschale gesprungen, oder das 22° C Karstwasser bei einem unge­nauen Zusammenschrauben hereingekommen wäre, dass das aus den Schiefern heraussickernde, unter geringerem Drucke stehende Quellwasser zurückdrängte. Von einer Veränderung der ehem. Zusammensetzung des Grundwassers könnten wir nur dann sprechen, wenn die Temperatur nicht 10° C weniger geworden wäre, wie man es am 5. Januar vor dem Zementieren gemessen hatte. 28° C hat auch K. EMSZT am 19. Juli mit einem NEGRETTI-ZAMBRA Thermo­meter gemessen. Die gemessene hohe Temperatur kann mit dem Zementieren nicht in Zusammenhang gebracht werden, da man sie schon vor dem 5. Januar gemessen hat und das Zementieren erst am 8. Januar begann. Nach den Gesagten kann man die Tatsache feststellen, dass in 726-40 m Tiefe von den durchbohrenen Schiefern ein solches Wasser herauskam, das mit dem Karstwasser vermischt, den Kork zusammenzog, seine Elastizität verminderte, das Kupferoxyd ablöste, und worin das Zement selbst nach Ausschluss des Karst­wassers, auch mit Kalciumklorid gemischt nicht binden wollte. Diese letztere Erscheinung wurde wahrscheinlich auch dadurch beför­dert, dass Nitrogen in die Röhre kam, dessen kleine Blasen die breiige Zement­mischung in Bewegung hielten, so dass sie sich nicht zur einheitlichen Masse zusammenstehen konnte. Allerdings ist der Alkaligehalt an Hydroxylionen, der Borsäuregehalt, das darin befindliche Nitrogen in dem zwischen 726-40—734-50 m gefundenen Wasser und die in den Schiefern auffindbaren Pyritkristalleinschlüsse solche Eigenschaften und Tatsachen, die auf einen tie­feren Ursprung des Wassers hinweisen oder wenigstens folgern lassen, dass die obenerwähnteZusammensetzung und Eigenschaft des Wassers auf die Auflösung von spe­ziellen Bestandteilen den Schiefer zuzuführen sind und nicht die zuletzt ausgeführten Zementierung, die schon wenigstens 100-mal ausgespühlt und ausgebohrt worden ist­Auch wenn wir annehmen würden, dass der Alkaligehalt und der Kalcium­hydroxydgehalt durch das Zementieren gesteigert wurde, können wir die Gegen­wart der Borsäure und des Nitrogengases doch nicht mit dem Zementieren erklären, so müssen wir als eine Tatsache annehmen, dass man bei

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