Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
ÜBER DIE GESCHICHTE UND DIE GEOLOGISCHEN VERHÄLTNISSE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. Von: FR. PÁVAI VAJ NA * — Mit einem geol. Profil im Texte und 9 Photographien am Ende des Bandes. — Der Herr Minister für Ackerbau ersuchte mit seiner Zuschrift von 8 November 1926 den. Herrn Finanzminister, mich auf Kosten seines Ministeriums nach Lillafüred zu schicken, wo ich Forschungen unternehmen sollte. Die Frage war, ob man bei Lillafüred heisses Wasser finden könne, und an welcher Stelle die Bohrung stattfinden sollte. Die Zuschrift betont, dass dieser Auftrag von grosser Wichtigkeit sei. Die die Frage entscheidenden geologischen Untersuchungen habe ich in einigen Tagen vollendet und ich konnte die Bohrstelle bestimmen. Die Tiefbohrung wurde durch Bergingenieur PAUL MAZALÁN mit der Hilfe einer gemieteten auf 1000 m Bohrung genügenden, Fauck-Bohrmaschine begonnen. Die technische Kontrolle von Seiten des Finanzministeriums wurde durch Bergrat BÉLA FALUDI, ausgeübt. Die Erfahrungen der geologischen Bohrung habe ich selbst gesammelt. Die Bohrung wurde mit Röhren, von 14 Zoll Durchmesser begonnen und mit Röhren von 12, 10, 9 und 7 Zoll bis 72770 m Tiefe fortgesetzt, wo die Röhren-kolonne in etwa 100 m Röhrenlänge fest einzementiert wurde, um das in dem paleozoischen Kalk befindliche, 24°C grädige lauwarme Wasser, von dem Bohrloche auszuschliessen. Die Schuhe der einzelnen Röhrenkolonnen wurden in 2065, 125 56, 280 80, 469"80 und 727-70 m eingestellt. Die durchbohrte Schichtenreihe, wie es voraus zu erwarten war, ist 0-0—18-50 m Kalktuff, zwischen 18-50—19.70 m kalktuff-tonhältiges Geröll und von 19-70 m an folgte oft hohlraum- und spaltenreicher paleozoischer Kalkstein, ungefähr in solcher Reihenfolge wie man es von der Stelle der Bohrung (der Kapelle gegenüber die auf Felsen auf der linken Seite des Szinva Baches steht) gegen die Villa-Matyó sieht. Bei 726'40 m hatte die Bohrung den Kalkstein durchbrochen und erreichte den paleozoischen tektonisch stark zertrümmerten pyritenthältigen Schiefer. Der kleine Abschnitt des Bohrloches zwischen 727-70—734-50 m, der ohne Röhre blieb, wurde in den mürben Schiefer gesenkt der auf der Strecke von der Villa-Matyó bis zum alten Hotel in der Form von einer stark gefal* Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydrologischen Sektion der Ung. Geol. Gesellschaft am 24. April 1929, und in der Fachsitzung der Ung. Geol. Gesellschaft am 8. Jan. 1930.