Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 169 teten und tektonisch zertrümmerten Schiefer auf der Oberfläche vor unseren Augen liegt, In der Tiefbohrung war fast immer Wasser, dessen Niveau anfänglich 23 m unter der Oberfläche stand. Die Grundtemperatur war 14—15°C, obwohl es immer mit dem kalten Szinva-Wasser gespült wurde. In dem Abschnitt zwischen 397'00 —407'00 m hat man aus einer durchbohrten Spaltenreihe über die Oberfläche steigendes Wasser erschlossen. Gleichzeitig erhob sich die Grund­temperatur nach 10 m Vordringen auf 18°C. Da dieselben Thermometer in 397 m Tiefe 15°C gemessen hatten, kann man die Aufwärmung des Bohr­loches und des Wassers der Wirkung eines Wassers über 18°C zuschreiben. Bei den weiteren Bohrungsarbeiten sank das Niveau des Wassers auf 14—17 m unter die Oberfläche, doch nicht bis zum früheren Niveau (24 m). Es ist interessant, dass von diesem Zeitpunkt an, nach der Einstellung der Spühlpumpe, das Wasser über die Oberfläche stieg, wie es auch an dem beigefügten Bilde zu sehen ist; (Fig Nr. 2.) dann sank es erst stufenweise auf das beständige zweite Niveau (14—17 m) herab. Die genaue Erklärung dieser Erscheinung in dem porösen hohlraum­reichen Kalkstein — wie auch den späteren 2'5 m hohen Wasserausfluss aus 855 m — kann man kaum feststellen, obwohl es ohne Zweifel ist, dass diese durchbohrte Kalksteinschuppe im Hangenden und im Liegenden zwischen Schieferschuppen eingeschaltet ist, und sich in dem dolinenreichen wasser­sammelnden Gebiete über dem Szinva-Tal fortsetzt, und in dem Rissensystem am Wasser auch der hydrostatischer Druck zur Geltung kommen kann. Während der Bohrung hat man in 2643 und in 4247 m Tiefe Schwefel­hydrogen und in 358'3 m Tiefe ein nicht brennendes, stark stechendes Gas (wahrscheinlich CO2 oder N>) bemerkt. Als man am 22. Dezember, 1928 die Schiefer erreicht hatte, hat man, wie gewöhnlich, die Temperatur des Bohrgrundes gemessen. Bei dem Heraus­ziehen des Thermometers sah man, dass es das Wasser zerbrochen hatte; nämlich der Kork, der das untere Ende des Eisenrohrbehälters versperrt hatte, war zusammengeschrumpft und hart geworden, an den Seiten waren aus­gelaugte Runzen, die man bis jetzt bei aus Kalkstein erschlossenen Wasser nicht gefunden hatte. Von nun an verwendete man gedichtete Eisenverschluss auf dem Behälter der Thermometer. Als Kontrollexperiment, wie es in der Meldung (5. Januar 1929) der Baukomission von Lillafüred zu lesen ist, — hat man prezis abgemessene, in reinem heissen Wasser eingeweichte Korke mit den Thermometern in das Bohrloch hinuntergelassen. Nach 24 Stunden haben „die Korke sich in ihrer Dimension verändert, der zu ihrer Befestigung gebrauchte oxydierte Kupferdraht war ganz gereinigt." Die Temperatur, mit den gewöhnlichen Negretti Zambra Thermometern gemessen, war zur selben Zeit 32° C (5. Januar, 1929, 728'20 m Tiefe.). Ich muss noch bemerken, dass man am 3. Dezember, im 700 m 23'2° C im Kalksteine gemessen hat, am 26.

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