Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
SCHWANKUNGEN IN D. WASSERMENGE D. THERMALQUELLEN V. BUDAPEST 167 nommen hat, sogar im Jahre 1904 im Vergleiche mit 1903. Zwischen 1904—1913 haben wir keine Messungsdaten, und so kann man nicht wissen ob diese Erscheinung schnell oder langsam eintrat? Ebenso haben wir keine Daten seit 1913 Von den 27. Messungen, dagegen die man vom 6. Juli, 1925 bis 11. Februar, 1917 in dem Rudas- und Rác-Bad unternahm, sehen wir, dass deren Wassermenge seit 1913 wiederum wesentlich zunahm, indem die Wassermenge des Rudas-Bades täglich durschnittlich 821 m 3, die der grossen Quelle des RácBades 892 m : ! war; der Wasserreichtum der kleinen Quelle des Rác-Bades schwank zwischen 144—186 m 3. Wenn wir diese Menge mit den Daten von MOLNÁR vergleichen, können wir ebenfalls eine Verminderung der Wassermenge des Rudas- und des RácBades feststellen. Wassermenge des Rudas-Bades des Rác-Bades Nach MOLNÁR 988 m 3 1817 m 3 Nach Messungen von 1925—1927 durchschnittlich 811 in 3 892 m 3 Aus all diesen Daten ersehen wir; dass nicht nur der Wasserstand der Donau sondern auch ein anderer Faktor auf die Wassermenge der Quellen einwirken muss. Zuerst können wir an die verschiedene Grösse des Niederschlages denken. Da das tiefere Einsickern des Niederschlages nur langsam geschieht und so die Unterschiede zwischen den trockenen und den niederschlagsreichen Zeiten verwischt werden, so ist doch der Unterschied zwischen den feuchten und trockenen Perioden kaum wahrnehmbar; es waren aber während der Messung so auffallend trockene und feuchte Perioden, dass man deren Wirkung auf die Quellen, die täglich gemessen wurden, unter gewöhnlichen Umständen jedenfalls hätte bemerken müssen. Sie wären wahrnehmbar, wenn die Donau nicht die Quellen in so grossen Masse beeinflussen würde. Die Grundfrage wäre allerdings, nach wie langer Zeit die Wirkung des Niederschlages zu beobachten ist; genaue Daten finden wir aber nicht. Es gibt Beobachtungen, die beweisen, dass die Quellen grössere Niederschlagsmenge oder Trockenheit erst nach 5—6 Monaten bemerken lassen. Auf ähnliche Ergebnisse kam auch ALEXENDER SCHMIDT, Bergwerksdirektor, bei dem Kartstwasser der Bergwerke von Dorog, nämlich: dass der Niederschlag erst nach 5 Monaten sich merken lässt.* Wenn also wir die durchschnittliche tägliche Wassermenge der verschiedenen Jahre mit der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge vergleichen, wie es auch an den obenangeführten Tabellen zu sehen ist, können wir doch keine Folgerungen in Bezug auf die Abnahme (von 1909—1913) und auf den Zuwachs (von 1925—1927) der Wassermenge des Rudas-Bades ziehen* ROZLOZSNIK—SCHRÉTER UND K. ROTH VON TELEGD: AZ esztergomvidéki szénterület bányaföldtani viszonyai 1922. p. 90. (Ungarisch.)