Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

158 M. V. PÁLFY bar mit dem sarmatischen Kalkstein berührt (Fig. 5.). Dadurch kann ein Teil des Karstwassers hier im sarmatischen Kalkstein entfliehen. Nach Auffassung des Verfassers stammen die aus dem Travertino des Tettye-Tales entsprin­genden Quellen, dann die Bischofsmühle- und Knieffer-Quelle, die man bis jetzt für entlaufendes Wasser der Tettye-Quelle hielt, aus diesem entflohenen Karstwasser. Es scheint sogar, dass der, schon in der Ebene befindliche, Balokányer-Teich sein Wasser ähnlicher Herkunft verdankt. 2 Sarmatischer Kalkstein, 3 = Obermediterraner (?) Sand, 4 = Unterliasischer Sand und Schiefer. Der Muschelkalk ist von mehreren Verwerfungen durchbrochen, entlang derer die Schichten des Kalksteins aufgestellt und öfters zermalmt erschei­nen (s. Fig. 2. u. 4.). Das Infiltrationsgebiet der „Tettye" reicht auch nach N, in die oberen Teile der Täler Mélyvölgy und Melegmányivölgy hinüber. Wenn nämlich in dieser dolinenreichen Gegend ein grösserer Regen fällt, so bricht in 4—5 Stunden ein mächtiger, trüber Bach aus der „Tettye" hervor. Dass Wasser des Karstgebietes tritt in vier grösseren Quellen an das Tageslicht (s. Fig. 1. u. 2.): in der Örfüer-Quelle (200 m abs. H.), in der „Tettye" (220 m), im Mélyvölgy-Tal (294 m) und im Melegmányivölgy-Tal (305 m). Im Mélyvölgy-Tal und westlich von diesem ist der rhätische Sand­stein und ein Streifen des Wengener-Schiefers, wahrscheinlich der schuppen­artigen Emporschiebung entlang, zwischen den Muschelkalk eingekeilt (Fig. 1. u. 4.) und versperrt das Wasser, des von jenen südlich befindlichen Muschel­kalkes. So kann das Wasser nur in cca 300 m Höhe an die Oberfläche treten und nicht in einer tieferen Lage etwas nach N zu. Der oben erwähnte Streifen, der sich gewiss noch in der Tiefe unter dem Muschelkalk fortsetzt, scheidet das Muschelkalkgebiet in zwei Teile: das Wasser des einen, nörd­lichen Teiles bricht — abgesehen von einigen kleineren Qullen — in der in 200 m Höhe liegenden Örfüer-Quelle hervor; das des anderen, südlichen Teiles in der Tettye, kommt in geringerer Menge in den Quellen der Täler Mélyvölgy

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