Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)

Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés

DATEN ZUR KENNTNIS DER HYDROLOGIE DER UMGEBUNG VON PÉCS 157 änderungen bedürfen und deren Daten, nebst den neuen Aufschlüssen, ermög­lichen neuere Folgerungen zu ziehen, oder Versuche im Bezug auf die günsti­gere Ausnützung der wasserhaltigen Schichten zu machen. Auf Grund des Werkes von J. BÖCKH und der beigelegten Karte, die von mir nur betreff der Ungebung der „Tettye" und dem in der Fig. 2. mitgeteilten Teile verbessert (d. h. reambuliert) wurde, kann die Geologie und Tektonik des Mecsekgebirges in Folgendem kurz zusammengefasst werden. In dem Mecsekgebirge bildet die paleozoische- und mesozoische Formation eine, in der Richtung O—W sich erstreckende Brachyantiklinale, deren Kern, unter dem Jakab-Berge, aus permischen Sandstein und Schiefer besteht. Darüber lagerte sich eine Verrucanokonglomerat-Bank, dann der von J. BÖCKH zu dem unteren Trias gereihte „Jakab-Berger Sandstein", ein roter Schiefer und der Campiler Kalkstein. Auf den Campiler Kalkstein folgt gleich ober der Stadt Muschelkalk und darüber Wengener Schiefer. Der Wengener Schiefer überlagerte das nach der Regression des oberen Trias enstandene und von Sandstein und Tonschiefer aufgebaute Rhätikum; nachher folgt der durch die auftretende Transgression entstandene und kohlenhaltige untere Lias, der ebenfalls ab­wechselnd von Sandstein- und Tonschieferschichten besteht (s. Fig. 1.). Die Brachyantiklinale sinkt vom östlichen Rand der Stadt nach Norden unter die Oberfläche, so, dass der Muschelkalk von Osten vom Wengener­Schiefer mantelartig überdeckt (s. Fig. 2.) und sein Wasser im Heransteigen an die Oberfläche gehemmt wurde. Der südliche Flügel der Brachyantiklinale ist von einer, von O nach W sich hinziehenden, tektonischen Linie abge­schnitten, von der südlich sarmatischer Kalkstein, pontischer Sand und Sandstein auf die Oberfläche geraten. Die artesischen Bohrungen erreichten südlich von dieser tektonischen Linie unter den neogenen Schichten den Granit. Bei der tektonischen Linie tritt der Granit auch an die Oberfläche und an dem brachyantiklinalen Zuge sind derartige mesozoische Schollen zu finden, die aus anderen Züge herstammen (s. Fig. 1—2.). Die bedeutendsten von diesen sind die auf der Fig. 2 sichtbaren Gebilde des unteren Lias, der stark gefaltete Sand­stein und Schiefer westlich vom Tettye-Tal, die teils mit dem Muschelkalk, teils mit dem Campiler-Kalkstein in Berührung sind. Diese mesozoischen Schollen wurden entweder vom schuppenartig heraufgeschobenen Granit, oder durch den zwischen den Granit verworfenen Mesozoikum des Mecsekgebirges auf fremdes Gebiet überpresst. Die unterliasische Scholle grenzt also den Muschelkalk südlich ab und versperrt dessen Wasser so, dass das nur am oberen Horizont der Scholle, in der 220 m hoch befindlichen Tettye-Quelle zutage treten kann. Die unterliasische Scholle ist entlang des Tettye-Tales, in der Richtung N —S, verworfen (Fig. 3.), auf der Oberfläche sind Spuren eines oberniedit­terranen Sandes und des sarmatischen Kalksteins zu finden, so dass östlich von dieser Verwerfung auf einer kleinen Strecke der Muschelkalk sich unmittel-

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