Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban
DIE GESCHICHTL. U. WIRTSCH. VERHÄLTNISSE USW. 113 tenden Stadt, der romantischen Felsen des Gellértberges, der imposanten königlichen Burg, der Matthiaskirche, der Fischerbastei, des, — im historischen Stil errichteten Parlamentgebäudes, der, — in dem mächtigen Strom liegenden Margarethen-Insel und der, das Bild abgrenzenden bewaldeten Berge genossen hat, dem wird dieser Anblick unvergesslich bleiben. Ausser diesen Schönheiten segnete die Natur diese Stadt mit einer derartigen Menge beispiellos heilwirkender Thermalquellen, dass Budapest mit Recht als die grösste Bäderstadt von Europa genannt werden kann. Die Geschichte der Ofner Bäder und Heilquellen reicht bis in uralte Zeiten. Schon in den vorchristlichen Zeiten befand sich oberhalb des heutigen Stadtteiles: Ó-Buda die Kelten-Stadt: Ak-ink = die Sadt der vielen Wässer. Aus dieser Benennung folgert man, dass das Entstehen der Stadt sich wahrscheinlich mit den hier zu Tage tretenden Heilquellen erklären lässt, welchen Wässern man immer grosse Bedeutung zuschrieb und es ist zweifellos, dass dieser Reichtum an Heilquellen in der späteren Entwicklung der Stadt ein wichtiger Faktor blieb. In ihren Eroberungskriegen besetzen die Römer die keltische Stadt und schon zu Ende des ersten Jahrhunderts nach Christi Geburt wurde es Castrum der II. Legion, bald später unter den Namen Aquincum die blühende Hauptstadt von Unter-Pannonien. Nach Feststellung der Historiker entstand der Städtename nicht durch Zusammenziehen der lateinischen Wörter: aquae quinque, sondern dadurch, dass der alten barbaren Benennung: Ak-ink die lateinische Endung: „um" zugefügt wurde. Durch die bisher durchgeführten Ausgrabungen wurde nur ein Teil der Stadt Aquincum sichtbar gemacht und trotzdem kamen auf diesem kleinen Territorium die Überreste von nicht weniger als drei öffentlichen Bädern ans Tageslicht. Im Jahre 1778 wurden in einer weiter liegenden Gegend von Ó-Buda die Reste eines römischen Schwitzbades aufgefunden, weshalb es sehr wahrscheinlich ist, dass es ausser den bisher vorgefundenen auch noch mehr Badeanstalten gab. Bei den Ausgrabungen kamen diverse Antiquitäten, Statuen, Wasserbecken, Fontänen, reiche Mosaik-Wandverkleidungen an den Tag, die alle auf eine reiche und künstlerische Ausbildung der Bäder schliessen lassen. Eine Aufschrift aus dem Zeitalter des CLAUDIUS: „aquae calidae superiores et inferiores" erwähnt obere und untere Thermalwässer, wodurch es bewiesen erscheint, dass die Römer nicht nur die lauwarmen Quellen von Ó-Buda, sondern auch jene des Josephberges und des Gellértberges schon kannten. Wir können deshalb mit Recht annehmen, dass schon Aquincum in gewissem Sinne eine Bäderstadt war und dass auch die Ofner Heilquellen den Römern bekannt waren und von ihnen benützt wurden. Um die Mitte des V. Jahrhunderts wurden die Römer aus ihren Positionen in Pannonién verdrängt und der siegreiche Heerführer ATTILA errichtete bei den „oberen Thermalwässer"-n seinen Herrschersitz. Der erste ungarische Eroberer des Landes, ÁRPÁD , nachdem er die Donau übersetzte, schlug sein Lager auch in der Nähe der oberen Heilquel-