Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban
110 O. V. BÁNLAKY mit reichlicher Gypsbildung an Ort und Stelle, sondern auf Kosten der NaCa - Plagioklase auch Glaubersalz (NasSOi. IOH2O) entsteht. Da der Abfluss aus diesen Becken zufolge ihrer beinahe vollkommen horizontalen Böden ein äusserst minimaler ist, hat das die bröckeligen Oberschichten des Kleizeller Tegels erfüllende Bitterwasser durch Verdunstung reichlich Gelegenheit zur Konzentration. Auf diese Weise reichern sich diese Becken mit konzentriertem Bitterwasser an, das dann in eigens zu diesem Zweck dienenden CisternenBrunnen eingefangen wird. Die namhafteren dieser Bitterwasserbecken oder äusserst flachen Stellen auf altalluvialem Denudationsboden sind die Lágymányos-Niederung am Fusse des Set. Gellért berges mit ganz schwachen Bitterwasser, dann die Niederung des Erzsébet-(Elisabeth) Bitterwasserbades mit 6 Brunnen, die Bitterwasseruntenehmung Aesculap mit 2 Brunnen (Aesculap Bitterwatter C i e.) Ferner das Becken Őrmező mit 12 Brunnen, das Becken Örsöd mit 150 Brunnquellen und schliesslich zwei, jedoch gegenwärtig noch unbenutzte Bitterwasserstellen in der Nachbargemeinde Budaörs. Von allen diesen befindet sich in voller Exploitation das Becken Örsöd, Eigentum der Firma A. SAXLEHER, dessen Bitterwasserbetrieb in Verbindung mit einer Zentral-Füllhalle hygienisch und merkantilisch hochentwickelt ist und unter der Marke „Hunyadi János" Weltruf geniesst. Ebense erwähnenswert ist das benachbarte Becken Őrmező, deren Medicinalwasser partiell von J. HIRSCHLER unter der Marke „Fr anz Josef" vertrieben wird. Beide Gebiete liegen 4 Km ausserhalb der Stadtteile des I. Bezirkes, zwischen Weingärten und Fluren, während die Bitterwasserniederungen selbst bloss als Wiesen in Verwendung stehen. Beide Becken sind staatlich mit Quellenschutzgebieten versehen (S. das Kartenblatt dieser Objekte). Endlich sei noch das Bitterwasser des Elisabeth Bades erwähnt, dessen Terrain näher zur Stadt gelegen ist, und das zur Speisung eines modern eingerichteten weitbekannten Frauenbades dient. DIE GESCHICHTLICHEN UND WIRTSCHAFTLICHEN VERHÄLTNISSE DER BUDAPESTER BÄDER UND MINERALWÄSSER. Von G. v. BÁNLAKY.* Generaldirektor des städt. Kurbades und Hotels St. Gellért. (Mit zwei Tafeln.) Budapest, die Hauptstadt Ungarns, ist ihrer malerischen Lage wegen, zu den schönsten Städten der Welt zu zählen. Jedermann, der auf einer der mächtigen Donaubrücken stehend, das Bild der sich an zwei Ufern ausbrei* Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydr. Sekt, der Ung. Geol. Gesellsch. am 3. Juni 1924.