Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

168 DR. EMIL SCHERF stillschweigend an, dass das kieselige Bindemittel dieser Sandsteine von den­selben Meeresströmungen des Oligozän - Meeres in die Schotterablagerungen verfrachtet wurde, welche die Schotter und Sande selbst anschwemmten. Aus demselben Oligozän- Meere lassen sie jedoch auch den Budaer-Mergel abstam­men, ja sie betrachten ihn sogar als gleichaltrig mit dem Härshegyer- Sandstein indem sie annehmen, die Mergelfazies des unteren Oligozän sei in tieferen Meeresteilen, der Sandstein aber an der Küste als heteropische Fazies zur Ablagerung gelangt. Wie soll man dies mit dem chemischen Charakter des Sandsteinbinde­mittels in Einklang bringen, — hätte nicht auch der Sandstein mergeliges und nicht kiesel iges Bindemittel bekommen müssen? 5 3) Es ist daher ganz unwahrscheinlich, dass der Kieselsäurezement des Sand­steines durch Meeresströme von weither verfrachtet wurde; man muss für des­sen Bildung eine andere Ursache annehmen, die meiner Ansicht nach in den kieselsäureführenden Urtermen gesucht werden muss. Diese Termalwässer dürften die lockeren oligozänen Ufersande in eben­derselben Weise verkittet haben, wie das nach M OLNÁR für die Bildung der eozänen Hornsteinbrekzie heute allgemein angenommen wird. An solchen Orten, wo sich zwar Schotter und Sande ablagerten, aber wo keine Quellen­aufbrüche erfolgten, konnte keine Sandsteinbildung erfolgen und nach dem postoligozänen Auftauchen des Gebirges aus dem Meere wurden die losen Massen von der Erosion an diesen Orten bald wieder abgetragen. Das ist der Grund, warum der Hárshegyer-Sandstein in unserem Gebirge nur partien­weise und zwar an denjenigen Orten anzutreffen ist, wo der pulvrige Zerfall des Dolomites und Kalkes des Grundgebirges infolge hydrotermaler Umkri­stallisierung, sowie die übrigen in vorliegender Arbeit angeführten Erscheinun­gen die Tätigkeit der einstigen Termen andeuten. Tatsächlich finden wir den transgredierenden Hárshegyer-Sandstein sehr oft wie eine Kappe auf dem zu losem Pulver zerstäubten Dolomit liegen. (In dieser Weise z. B. an dem N­Rande des Hidegkúter Beckens.) Von diesem Standpunkte aus ist es von Inte­resse, dass in dem Gebirge zwischen Pilisvörösvár und Piliscsabatábor, wo wie gesagt, Verkieselungen in den Gesteinen des Grundgebirges völlig fehlen, auch die Äquivalente des Hárshegyer-Sandsteines karbonatisches und nicht quarziges Bindemittel aufweisen. Die Verkieselung der ursprünglichen losen Schotter- und Sand-Ablage­rungen ist wahrscheinlich erst nach ihrem Auftauchen aus dem Meere erfolgt; es ist aber auch nicht unmöglich, dass als Vorboten des mediterranen Vul­kanismus am Ufer des Oligozänmeeres, teilweise noch unterseeisch, kieselsäure­M) Neuestens beschäftigte sich DR. GÉZA TOBORFFY mit dem Oligozän der Umgebung von Budapest; (208). Auch er fühlt die hier ausgesprochene Schwierigkeit, indem er vom Hárshegyer-Sandstein schreibt: „Als grobkörnige Uferbildung scheint er eine Randbildung des einstigen oligozänen Meeres zu sein, welche, — obwohl in ihrer Zusammen­setzung das durch die Strömungen transportierte allochtone quarzige Bindemittel dominiert, — auf Grund unserer Kenntnisse wohl als Äquivalent des Budaer- Mergels angesehen werden darf;" (p. 35.).

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